Heddo Peters im Archiv des Rüstringer Heimatbundes. Hier begab er sich auf die Spuren der Seeräuber.

Heddo Peters im Archiv des Rüstringer Heimatbundes. Hier begab er sich auf die Spuren der Seeräuber.

Foto: Lutz Timmermann

Wesermarsch

Piraten-Bruderkuss hat es wohl nie gegeben

Von Lutz Timmermann
19. April 2020 // 16:05

Ab 1300 standen Seeräuberei und Strandraub in der Region auf der Tagesodnung. Einer, der es im 14. Jahrhundert besonders schlimm trieb, war der berüchtigte Husseko Hayen. Vom Leben des Esenshammer Häuptlings berichtete Heddo Peters, Archivar und selbst Esenshammer. Er hat sich zur Recherche unter anderem in die Tiefen des Archivs des Rüstringer Heimatbundes begeben.

Großer Feldzug der Bremer gegen den Häuptling

Im Jahr 1384 zogen die Bremer gegen den Häuptling Husseko Hayen zu Felde und nahmen ihn nach einer längeren Belagerung in Esenshamm gefangen. In seinem Vortrag „1418 – Der Überfall auf die Friedeburg und seine Vorgeschichte“ trug der pensionierte Lehrer Heddo Peters viele Fakten aus seinem Studium historischer Unterlagen vor – und räumte mit einer Legende auf: „Der Bruderkuss (zwischen den Häuptlingssöhnen Dude und Gerold) ist mit Sicherheit keine historische Tatsache, sondern nur eine schöne, eine heldenhafte Geschichte“, sagte Heddo Peters.

Nordenhamer Museum zeigt den Kuss

Ein vier mal zwei Meter großes Fresco dieser „anrührenden Darstellung“ hängt im Eingangsbereich des Nordenhamer Museums. Doch der Reihe nach: Butjadingen, das Stadland und besonders die Stadt Bremen waren über Jahrhunderte hinweg auf die Weser als alleinigen Verkehrs- und Handelsweg angewiesen, so Heddo Peters über die Situation im 13. Jahrhundert.

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