Wo landet der Plastikmüll aus der Wesermarsch? Den Inhalt der Gelben Säcke bringt die Firma Nehlsen zu sogenannten Sortieranlagen. Dort wird alles nach Kunststoff- und Metallverpackungen sowie nach Verbundstoffen getrennt. Kaputtes Plastikspielzeug oder ausrangierte Kunststoffeimer gehören hingegen in den Restmüll.

Wo landet der Plastikmüll aus der Wesermarsch? Den Inhalt der Gelben Säcke bringt die Firma Nehlsen zu sogenannten Sortieranlagen. Dort wird alles nach Kunststoff- und Metallverpackungen sowie nach Verbundstoffen getrennt. Kaputtes Plastikspielzeug oder ausrangierte Kunststoffeimer gehören hingegen in den Restmüll.

Foto: dpa/Fischer

Wesermarsch

Plastikmüll wird auch in der Wesermarsch zunehmend zu Problem

Von Timo Kühnemuth
22. Januar 2018 // 18:29

Der Plastikmüll wächst uns allmählich über den Kopf. Europaweit fallen der EU-Kommission zufolge pro Jahr rund 26 Millionen Tonnen an. Der Bundesverband der deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) schätzt, dass davon allein 6 Millionen Tonnen aus Deutschland stammen.

So viel Müll fällt in der Wesermarsch an

Die Zahlen für den Kreis hat die Gesellschaft für integrierte Abfallbehandlung (GIB) parat. So fielen im Jahr 2014 insgesamt 3552 Tonnen Gelber-Sack-Müll an. 2015 waren es 3693 Tonnen und im Jahr danach 3692 Tonnen. Die Frage aller Fragen lautet: Wie lässt sich das Problem in den Griff bekommen?

Nur 36 Prozent der Abfälle werden recycelt

In Deutschland, so eine Schätzung von Experten, dürfte der Anteil des Plastikmülls, der wiederverwertet wird, zurzeit bei etwas mehr als 36 Prozent liegen. Die Bundesrepublik liegt somit leicht über dem EU-Durchschnitt – was aus Sicht von BDE-Pressesprecher Bernhard Schodrowski jedoch kein Grund ist, sich beruhigt zurückzulehnen.

Entsorgungswirtschaft sieht Hersteller in der Pflicht

Das Ziel müsse es sein, zukünftig noch stärker als bisher auf Wiederverwertung und Wiederverwendung zu setzen. Recyceln sei immer besser als verbrennen. Unternehmen müssten dazu übergehen, Produkte so zu designen, dass sie recycelfähig sind.

Label soll es dem Kunden einfach machen

„Uns schwebt da zum Beispiel ein Label vor, anhand dessen der Kunde erkennt, inwieweit die Kunststoffverpackung, die er da gerade in der Hand hält, recycelt werden kann“, erläutert Bernhard Schodrowski. Es gebe bereits Hersteller, deren Verpackungen zu weiten Teilen aus recyceltem Kunststoff bestehen.

Zwei Millionen Gelbe Säcke pro Jahr

In der Wesermarsch ist es aktuell so geregelt, dass die Gesellschaft für integrierte Abfallbehandlung (GIB) die Gelben Säcke einsammelt und dann an die Firma Nehlsen weitergibt. „Ein Gelber Sack wiegt zwischen 1,5 bis 2 Kilogramm. Damit sammeln wir in der Wesermarsch pro Jahr rund 2 Millionen Gelbe Säcke ein“, so Nehlsen-Pressesprecher Michael Drost.

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