Im Kampf um den Parteivorsitz der SPD gibt es einen weiteren Bewerber: Udo Schmitz aus der Gemeinde Stadland tritt an.

Im Kampf um den Parteivorsitz der SPD gibt es einen weiteren Bewerber: Udo Schmitz aus der Gemeinde Stadland tritt an.

Foto: Stratenschulte/dpa

Wesermarsch

SPD-Bundesvorsitz: Sozialdemokrat aus Stadland bewirbt sich

Von Gabriele Gohritz
15. Februar 2018 // 10:39

Udo Schmitz, Vorsitzender des SPD-Ortsverbands Stadland, will es wissen: Er kandidiert für den Bundesvorsitz der SPD. Das hat er in einem Schreiben dem kommissarischen Bundesvorsitzenden der SPD, Olaf Scholz, mitgeteilt: „Bewerbung als Bundesvorsitzender“ lautet die Betreffzeile.

Kandidatur reiflich überlegt

Nach reiflicher Überlegung - eigentlich wollte der 59-Jährige bis zur Nominierung von drei Ortsvereinen warten – hat sich der Stadlander Sozialdemokrat zu dem Schritt entschlossen. Er teilt mit: „Meine Kandidatur erfolgt aus tiefer Sorge um meine Partei und als Signal an die Basis der SPD.“

Mann der Basis zieht die Reißleine

Nach mehr 40 Jahren Parteizugehörigkeit könne er es nicht mehr mit ansehen, wie der komplette Parteivorstand die SPD im freien Fall abstürzen lässt.  Irgendwer müsse die Reißleine ziehen: Das macht Udo Schmitz nun stellvertretend für die Basis der Partei.

Reden für Parteivorsitzenden Vogel geschrieben

In der Politik kennt Udo Schmitz sch aus. Er war zwölf  Jahre lang für und um die Fraktion im Bundestag in Bonn herum tätig. Lange Zeit schrieb er die Reden des SPD-Parteivorsitzenden, Chefs der Bundestagsfraktion sowie früheren Bundesministers Hans-Jochen Vogel. Seit Mai vergangene Jahres ist Udo Schmitz Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stadlands.

Strikte Trennung von Funktion und Mandat

Udo Schmitz tritt für die strikte Trennung von Funktion und Mandat und die „Urwahl“ der/des Parteivorsitzenden an: zunächst im Wege einer Mitgliederbefragung und nach einer Änderung des Parteiengesetzes dann durch die direkte Wahl durch die Parteimitglieder. Neben seiner Bewerbung als Bundesvorsitzender beantragt Udo Schmitz zugleich, die SPD-Satzung zu ändern und damit jeder Wahl zum Parteichef ein obligatorisches Mitgliederbegehren voranzustellen.

Der vierte Bewerber um den Bundesvorsitz

Udo Schmutz begrüßt ausdrücklich die Kandidaturen von Simone Lange und Dirk Diederich – und trete als „einfacher“ Ortsvereinsvorsitzender daneben. Der Stadlander Sozialdemokrat ist damit der vierte Bewerber um den Bundesvorsitz. Unterstützung von der Niedersachsen-SPD hat Udo Schmitz für seine Kandidatur keine: Der Landesverband unterstützt Andrea Nahles.

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