Bei der Suche nach Beweismaterial wurde auch der Weserschlamm am Golzwarder Fährufer durchkämmt.

Bei der Suche nach Beweismaterial wurde auch der Weserschlamm am Golzwarder Fährufer durchkämmt.

Foto: van Elten

Wesermarsch

Sexueller Missbrauchsfall in Brake: 24-Jähriger steht jetzt vor Gericht

Von nord24
8. März 2018 // 13:04

Der Fall hat bundesweit für Entsetzen und Aufsehen gesorgt: Ein vier Jahre altes Mädchen aus Brake ist monatelang schwer missbraucht worden. Der mutmaßliche Täter muss sich nun vor dem Landgericht Oldenburg verantworten. 

Polizei fahndet mit Opferfotos nach dem Täter

Der Fall sorgte auch wegen seiner Fahndungsmethoden für Aufsehen. Die Polizei veröffentlichte im Herbst vergangenen Jahres Fotos des kleinen Mädchens, weil die Identitäten von Opfer und Täter unbekannt waren. Fahnder waren zuvor im sogenannten Darknet auf Aufnahmen des Kindesmissbrauchs gestoßen. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter schnell fassen. Es folgten in Brake umfangreiche Suchaktionen nach Beweismaterial.

Schwerer sexueller Missbrauch in etlichen Fällen

Der Prozess gegen den 24-Jährigen, bei dem es um den damaligen Lebensgefährten der Mutter des Mädchens handelt, hat am Donnerstag begonnen. Er findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Privatsphäre des Mädchens soll geschützt werden. Dem Angeklagten wird schwerer sexueller Missbrauch in "etlichen Fällen" zur Last gelegt. Der Mann soll das Kind zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 mehrfach schwer sexuell missbraucht haben.

Mann sitzt seit Oktober in Untersuchungshaft

Der Mann war im Oktober 2017 festgenommen worden und saß seitdem in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft legte der Mann im vergangenen Jahr bereits ein Geständnis ab. Ob und wie er sich laufenden Verfahren äußert, ist unklar. Die Höchststrafe für das angeklagte Verbrechen liegt bei 15 Jahren Gefängnis.

Aufnahmen der Taten an Dritten weitergeleitet

Der Mann hatte damals laut Verteidiger eingeräumt, dass er Bild- und Videoaufnahmen seiner Taten an einen Dritten weitergeleitet hat. Dieser soll die Aufnahmen aber gegen den Willen des 24-Jährigen veröffentlicht haben. Auch dieser Umstand dürfte nun Gegenstand des Verfahrens sein.

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