Damit die Rinder in der Wesermarsch auch im Winter genug Futter haben, müssen die Bauern im Sommer Gras mähen und einlagern.

Damit die Rinder in der Wesermarsch auch im Winter genug Futter haben, müssen die Bauern im Sommer Gras mähen und einlagern.

Foto: Assanimoghaddam

Wesermarsch

Trockenheit macht auch Bauern in der Wesermarsch zu schaffen

Von Frank Lorenz
6. Juli 2018 // 20:30

"Nach dem extremen Sommer 2017 zeichnet sich ein extremer Sommer 2018 ab": Das sagt der Geschäftsführer des Kreislandvolkverbands Wesermarsch, Manfred Ostendorf. Er ist sich sicher: "Für die Landwirtschaft insgesamt ist es eine riesige Herausforderung, diese Wetterextreme auch zu verkraften. Sollte die Trockenperiode noch länger anhalten, rechnen wir grundsätzlich auch mit Futterknappheit in unseren Regionen."

Grasernte ist in Gefahr

Laut Ostendorf hat die anhaltende trockene Witterung durchaus Auswirkungen auf die Grünlandbetriebe. "Der erste Grasschnitt Anfang Mai war qualitativ sehr gut, aber von der Menge nur circa 50 bis 60 Prozent vom normalen Ertrag in den anderen Jahren. Auch der zweite Schnitt war qualitativ sehr hochwertig, aber eben auch von der Menge deutlich unter Vorjahresniveau."

Blattmasse zu gering

Zur Zeit wachse gerade in vielen Betrieben der dritte Schnitt heran. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit werde nicht genügend Blattmasse gebildet. Manfred Ostendorf: "Um einen ausreichenden Ertrag zu bekommen, müsste es unmittelbar in den nächsten 8 bis 10 Tagen auch entsprechend Niederschläge geben. Ansonsten ist zu befürchten, dass auch der dritte Schnitt ertragsmäßig deutlich niedriger ausfallen wird."

Einige Betriebe haben noch Reste

In den Grasbeständen sei im Hochsommer immer eine Vegetationsdelle, und eine zweite Vegetationsperiode sei in der Regel der August und September. "Daher haben wir die Hoffnung, dass in den Monaten auch noch Grasbestände heranwachsen, die mengenmäßig dafür sorgen, dass die Betriebe ausreichend Futter erlangen", so der Landvolk-Vertreter. In vielen Betrieben seien Futterbestände vom vergangenen Jahr übrig geblieben, sodass die Futtersituation sich in den Betrieben etwas entspannen wird. "Andere Betriebe jedoch werden womöglich in diesem Jahr nicht genug Winterfutter ernten", warnt Ostendorf.

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