Nonnengänse treten in Schwärmen von mehreren tausend Tieren auf.

Nonnengänse treten in Schwärmen von mehreren tausend Tieren auf.

Foto: Blomenkamp

Wesermarsch

Umweltminister Lies macht sich für die Jagd auf Gänse stark

Von Christoph Heilscher
6. Februar 2019 // 09:30

Immer mehr sibirische Wildgänse verbringen den Winter an der norddeutschen Küste und verärgern die Landwirte, weil sie die Weiden kahlfressen. Es seien zu viele Gänse, sagte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) jetzt bei einer Veranstaltung des Landvolks in Varel.

Jagd auf Nonnengänse

Der Minister sprach sich dafür aus, insbesondere die Nonnengänse zu bejagen. Die haben in den vergangenen Jahren sehr stark zugenommen. Zudem bleiben sie bis Mitte Mai an der Küste und kommen damit der Landwirtschaft nicht nur im Winter, sondern auch im Frühjahr in die Quere, wenn die Kühe ausgetrieben werden oder der erste Schnitt schon anstünde, wenn die Weiden nicht abgefressen wären. An der niedersächsischen Küste überwintern rund 250.000 Nonnengänse.

Großzügigere Entschädigung

Der Umweltminister sagte den Landwirten zudem zu, dass die Entschädigungsregelung so geändert werden soll, dass der tatsächlich entstandene Schaden ausgeglichen wird. Das Land gibt jährlich rund 7 Millionen Euro aus, um Landwirten die durch Gänsefraß entstandenen Schäden auszugleichen.

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