Die Vollstreckerin der Gemeinde Stadland, Kerstin Hullmann, präsentiert die Ventilwächter.

Die Vollstreckerin der Gemeinde Stadland, Kerstin Hullmann, präsentiert die Ventilwächter.

Foto: Gohritz

Wesermarsch

Wer nicht zahlt, wird platt gemacht: Stadland setzt Ventilwächter ein

Von Frank Lorenz
3. September 2019 // 19:30

Sie sind nur wenige Zentimeter groß, neongelb und nennen sich Ventilwächter. Dahinter verbirgt sich eine pneumatische Wegfahrsperre, die auf das Reifenventil gesetzt wird. Die setzt Gemeinde Stadland als Mittel ein, wenn säumige Zahler nicht zahlen wollen. 

Idee aus dem TV

In Köln werden diese tagtäglich eingesetzt, ein TV-Bericht darüber gab die Anregung. Zehn Stück hat die Gemeinde angeschafft. Der Wächter funktioniert wie eine Wegfahrsperre: Zwei von ihnen werden auf die Ventile zweier Reifen gesetzt und abgeschlossen. Dazu wird ein  Warn-Aufkleber zwischen Tür und Holm geklebt: „Vorsicht. Fahrzeug ist mit einer pneumatischen Wegfahrsperre blockiert. Nicht in Betrieb setzen.“

Böse Überraschung

Wer es dennoch tut, erlebt eine böse Überraschung: Fährt das Fahrzeug, lässt der Ventilwächter Luft aus den Reifen. Nach 100 Metern ist Schluss. Verbunden damit ist die Aufforderung, sich bei der Gemeinde zu melden. Dazu gibt es noch einen Brief über den Grund, den die Vollstreckerin der Gemeinde persönlich überbringt oder in den Briefkasten steckt.
Wem die Anbringung der Ventilwächter droht, lest ihr am Mittwoch in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

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