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Foto: Dedert/dpa

Wesermarsch

Wesermarsch: Behörden haben es vermehrt mit Sozialmissbrauch zu tun

Von Timo Kühnemuth
3. Dezember 2019 // 16:48

Arbeitnehmer, die EU-Bürger sind und so wenig verdienen, dass sie davon nicht leben können, haben das Recht auf Grundsicherung, auch bekannt als Hartz IV. Sie werden zu sogenannten Aufstockern. Dabei ist es egal, aus welchem EU-Staat sie stammen.

Dubiose Arbeitgeber

Doch in letzter Zeit hat es das Jobcenter im Landkreis vermehrt mit dubiosen Arbeitgebern zu tun, die dieses System missbrauchen – und das offenbar in vielen Fällen, um sich persönlich zu bereichern.

Getürkte Arbeitsverträge

„Da kann es sein, dass ein Arbeitgeber mit einer Traube von Menschen zu uns kommt und für sie alle Grundsicherung beantragen möchte. Er zeigt dann Arbeitsverträge vor, denen zufolge seine Angestellten nur 15 Stunden pro Woche arbeiten. Irgendwann stellt sich dann aber heraus, dass diese Leute in Wirklichkeit viel, viel mehr arbeiten", erläutert Jobcenter-Chef Eike Boelmann.

"Kriminell sind in der Regel nicht die Arbeitnehmer"

Der Geschäftsführer betont, dass die Kriminellen in der Regel nicht die Arbeitnehmer, sondern deren Arbeitgeber sind. Aktuell habe man es vor allem mit Menschen aus Bulgarien und Rumänen zu tun. Das Jobcenter habe begonnen, diesen Missbrauch zu bekämpfen.
Wie das Jobcenter den Sozialmissbrauch bekämpft, lest Ihr am Mittwoch in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

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