Nordenhams Stadtbrandmeister Ralf Hoyer warnt vor einem hohen Infektionsrisiko bei Einsätzen.

Nordenhams Stadtbrandmeister Ralf Hoyer warnt vor einem hohen Infektionsrisiko bei Einsätzen.

Foto: Heilscher

Wesermarsch

Wesermarsch: Feuerwehrleute wollen geimpft werden

19. April 2021 // 17:25

Feuerwehrleute sollten mit Vorrang gegen Corona geimpft werden - das fordert Nordenhams Stadtbrandmeister Ralf Hoyer, der dabei dabei die Spitzenverbände der Brandbekämpfer auf regionaler Ebene sowie auf Landes- und Bundesebene hinter sich weiß.

„Einsätze sind nicht planbar“

„Wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen wird, ist nie klar, was sie erwartet. Das ist nicht planbar“, gibt er zu bedenken. Klassisches Beispiel sei ein Verkehrsunfall, bei dem Unfallopfer aus einem Fahrzeug befreit werden müssen. Ob die Eingeklemmten an Corona erkrankt sind, wisse niemand - trotzdem müsse man sie retten, macht Ralf Hoyer deutlich.

Abstandhalten oft schwierig

Wenn die Feuerwehren zu Einsätzen fahren, dann nur noch mit reduzierter Mannschaft in den Fahrzeugen. „Dabei wird Maske getragen, wenn möglich, fahren wir mit geöffneten Fenstern“, erläutert Ralf Hoyer. Außerhalb der Wagen versuche man auf Abstand zu gehen. Doch das mit dem Distanzhalten sei oft so eine Sache. „Es kann bei Einsätzen gut sein, dass man mit anderen Helfern auf engstem Raum zusammenarbeiten muss“, so der Stadtbrandmeister.

Aus- und Fortbildungen finden nicht mehr statt

Hinzu komme, dass bei den Feuerwehren seit Beginn der Corona-Krise keine Aus- und Fortbildungen mehr stattgefunden haben. „Das wurde alles gestoppt“, sagt Ralf Hoyer. Auch die in Nordenham früher üblichen Übungsdienste am Montagabend gebe es nicht mehr, um die Infektionsgefahr möglichst gering zu halten. Wichtige Lehrgänge fänden nicht mehr statt.

Welche Forderungen der Oldenburgische Feuerwehrverband diesbezüglich an die Politik stellt, lest Ihr am Dienstag in der KREISZEITUNG WESERMARSCH.

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