Für viele Menschen ist das Feuerwerk am Silvesterabend eine Freude. Tiere reagieren jedoch meist mit Panik auf das Spektakel.

Für viele Menschen ist das Feuerwerk am Silvesterabend eine Freude. Tiere reagieren jedoch meist mit Panik auf das Spektakel.

Foto: Jaspersen

Wesermarsch

Wesermarsch: Knaller und Raketen sind am Wattenmeer tabu

Von nord24
28. Dezember 2017 // 15:30

Nach dem besinnlichen Weihnachtsfest wird es zum Jahreswechsel am kommenden Sonntag wieder laut. Damit die Tiere im Niedersächsischen Wattenmeer nicht darunter leiden müssen, herrscht dort ein Feuerwerksverbot. Doch das allein reicht kaum aus, wie die Nationalparkverwaltung jetzt berichtet.

Panik statt Partystimmung

Für Tiere kann die Knallerei demnach sogar lebensbedrohlich werden. „Bei Vögeln und anderen wildlebenden Tieren erzeugen die Knall- und Lichteffekte keine Partystimmung, sondern Panikreaktionen“, erklärt Nationalpark-Leiter Peter Südbeck.

Winterquartier in der Wesermarsch

Nicht nur während der Brutzeit ist Ruhe angesagt. So überwintern unter anderem zehntausende Nonnengänse und Große Brachvögel im Wattenmeer. Im Nationalpark finden sie ungestörte Rastplätze oder auch Nahrungsflächen, um den Winter zu überstehen. Umso größer sei laut Peter Südbeck der Schock für die Vögel, wenn im Winterquartier plötzlich in einer Nacht die Hölle losbricht.

Verwaltung bittet um Rücksicht

Aus den zuvor genannten Gründen sind Feuerwerke und Böller im Nationalpark Wattenmeer ganzjährig streng verboten. Licht- und Schallemissionen machen jedoch an den Grenzen des Nationalparks nicht Halt. Und der Feuerwerksmüll, wie die Reste der weit fliegenden Raketen, findet sich nach der Silvesternacht auch im Nationalpark und Weltnaturerbe wieder.  

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