Kleinensieler Strand

Sie sprechen sich für eine Hundezone am Kleinensieler Strand aus (von links): Tina Halbhuber mit ihren Hunden Benjii und Aron, Michael Lepies mit seinem Vierbeiner Fino und Ratsherr Olaf Helwig mit Hund Enya.

Foto: Uwe Stratmann

Wesermarsch

Am Strand Kleinensiel sind Hunde wieder verboten

Von nord24
12. Juli 2017 // 19:30

Michael Lepies aus Rodenkirchen und Tina Halbhuber aus Nordenham sind Hundeliebhaber. Mit ihren Vierbeinern waren sie oft am Kleinensieler Strand unterwegs. Doch damit ist jetzt Schluss. Die Gemeinde Stadland hat wieder ein Verbotsschild aufgestellt.

Regelmäßige Kontrollen

„Sie nimmt inzwischen regelmäßig Kontrollen vor“, weiß Tina Halbhuber. Wer mit einem Hund erwischt werde, müsse 100 Euro zahlen. Die Nordenhamerin hatte die Diskussion über das Hundeverbot am Strand in der Facebook-Gruppe Rodenkirchen ins Rollen gebracht. Sie schlug vor, den hinteren Bereich des Strandes für Hunde vorzusehen.

Viele Beschwerden

Leider hätten die Hundebesitzer das Verbot selber verursacht, weil sie sich nicht an die Regeln gehalten hätten, so dass bei der Gemeinde so viele Beschwerden eingegangen seien, dass diese das Schild wieder aufgestellt habe. "Auch ich möchte mich auch nicht mit meiner Familie an den Strand legen wollen, wenn rechts und links neben mir nur Hundehaufen liegen,“ sagt sie und ist sich mit Michael Lepies einig, dass sich Hundehalter am Strand diszipliniert verhalten müssten. Der Dreck am Strand stamme hauptsächlich von den Besuchern, nicht von den Hunden, berichtet er und fasst seine Eindrücke so zusammen:

Von Hundemamas und Partyhunden

„Suchthunde haben dort unzählige Zigaretten geraucht und die Kippen einfach ins Gras geschmissen. Hundemamas haben ihre Babys gewickelt und die Pampers im Gebüsch entsorgt. Fresshunde haben ihre Mc-Donald’s-Tüten einfach zusammengeknüllt und liegen lassen. Partyhunde haben eine Fete gefeiert, was man an leeren Bierdosen, Chipstüten und Schnapsflaschen erkennen kann. Geile Hunde haben im Gebüsch eine Hündin geknallt und ihre Kondome liegen lassen. Jawoll, die Gemeinde hat vollkommen Recht, keine Hunde an den Strand zu lassen! So eine Sauerei würden Menschen nie machen! Nur Hundehaufen habe ich keine gesehen.“

Einen Verbündeten gefunden

Einen Verbündeten dafür haben beide bereits gefunden: Olaf Helwig, Ratsherr der Wählergemeinschaft Pro Stadland (WPS), der selbst Hundebesitzer ist. Er hat inzwischen aufgrund der Diskussion bei Facebook einen entsprechenden Antrag geschrieben, der nach der Sommerpause in der Mehrheitsgruppe beraten werden soll und dann in den politischen Gremien der Gemeinde behandelt werden könnte.

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