Bei der Greensill-Bank in Bremen hat die Stadt Nordenham 13,5 Millionen Euro Steuergelder eingelagert. Das Geld könnte für immer futsch sein.

Bei der Greensill-Bank in Bremen hat die Stadt Nordenham 13,5 Millionen Euro Steuergelder eingelagert. Das Geld könnte für immer futsch sein.

Foto: picture alliance/dpa

Wesermarsch

Greensill-Skandal: Nordenham bangt um 13,5 Millionen Euro

5. März 2021 // 15:36

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Bremer Greensill Bank geschlossen. Die Behörde ordnete wegen drohender Überschuldung ein Moratorium für das Institut an. Damit sind keine Aus- und Einzahlungen mehr möglich. Davon ist auch die Stadt Nordenham betroffen. Sie hat bei der Bank 13,5 Millionen Euro eingelagert. Geld, das für immer futsch sein könnte.

„Die Bank hat für die Stadt Nordenham die Möglichkeit eröffnet, die mittlerweile üblichen Strafzinsen in Höhe von ca. 50.000 Euro pro Jahr bei einer Geldeinlage zu vermeiden“, teilt Dezernent Bert Freese schriftlich mit.

Keine Einlagensicherung

Man habe seit mehreren Jahren Geschäftsbeziehungen zur Greensill Bank unterhalten, die offenbar illegale Geschäfte getätigt hat.

„Da die Greensill Bank als Privatbank nicht den Bestimmungen der Einlagensicherung für Kommunen unterliegt, bleibt nur zu hoffen, dass die dort angelegte Summe nicht den offenbar illegalen Geschäften der Bank zum Opfer fallen“, so Bert Freese. Die Stadt zittert um die 13,5 Millionen Euro. „Ob die Stadt Nordenham auf die Geldeinlage zugreifen kann, wird sich nach jetzigem Stand in 1 - 3 Monaten entscheiden, je nachdem, wie lange die Überprüfung der BaFin dauert.“

Mehr zum Greensill-Skandal lest ihr am Samstag in der Kreiszeitung Wesermarsch.

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