Griff in die Staatskasse: Ehemaliger Rechtspfleger am Braker Amtsgericht muss nach 353 Fällen der schweren Untreue „nur“ noch 621.500 Euro an den Staat zurückzahlen. Die Gefängnisstrafe von zwei Jahren und neun Monaten bleibt bestehen.

Griff in die Staatskasse: Ehemaliger Rechtspfleger am Braker Amtsgericht muss nach 353 Fällen der schweren Untreue „nur“ noch 621.500 Euro an den Staat zurückzahlen. Die Gefängnisstrafe von zwei Jahren und neun Monaten bleibt bestehen.

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Wesermarsch

Griff in die Staatskasse: Braker muss ins Gefängnis

5. November 2021 // 15:39

Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt. Ein ehemaliger Rechtspfleger des Amtsgerichts Brake hatte in die Staatskasse gegriffen.

Es ging um 626.000 Euro. Dafür wurde er vor knapp zwei Jahren verurteilt. Mit der Revision gegen ein Urteil des Oldenburger Landgerichtes hat der ehemalige Rechtspfleger jetzt wenig Erfolg gehabt.

Revision verworfen

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat im Prinzip die Revision des 57-Jährigen aus Brake verworfen. Lediglich die Summe, die der Braker sich ergaunert hatte und nun an den Staat zurückzahlen muss, wurde am Freitag um 4500 Euro reduziert. In dieser Größenordnung waren die Dienstbezüge des Angeklagten gekürzt worden.

„Nur“ noch 621.500 Euro

Das müsse bezüglich der Summe, die der Angeklagte an den Staat zurückzahlen müsse, mit berücksichtigt werden, so das OLG. Die 4500 Euro wurden gestern von der Einzugssumme abgezogen, so dass der Angeklagte jetzt „nur“ noch 621.500 Euro zurückzahlen muss. Das war alles, was der Braker mit seiner Revision erreicht hat. An der von Vorinstanzen verhängten Gefängnisstrafe von zwei Jahren und neun Monaten hat sich nichts geändert.

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