Mediensucht ist inzwischen ein großes Thema. Darum gibt es jetzt auch Hilfsangebote.

Mediensucht ist inzwischen ein großes Thema. Darum gibt es jetzt auch Hilfsangebote.

Foto: Symbolfoto: Hildenbrand/dpa

Wesermarsch

Hilfsangebote: Wenn Internet und Handy zur Sucht führen

Von Frank Lorenz
8. Oktober 2018 // 17:30

Re-Set heißt ein neues Projekt der Fachstelle Sucht der Diakonie in Oldenburg. Das Beratungsangebot wendet sich an Personen und deren Angehörige, die unter einer exzessiven Mediennutzung oder einer Mediensucht leiden. Sozialtherapeutin Sandra Freese bietet kostenlose Sprechstunden an und unterstützt Ratsuchende dabei, einen verantwortungsbewussten Umgang mit Onlinemedien zu erlernen und das eigene Nutzungsverhalten zu überprüfen.

Verloren in der virtuellen Welt

„Ein kleiner, aber insgesamt anwachsender Teil von Nutzern steht in der Gefahr, sich in den medialen und virtuellen Welten zu verlieren. Dies kann bis zur Abhängigkeit vom Internet oder einzelnen seiner Angebotsformen wie Computerspielen oder Onlineshoppen führen. Auch die Nutzung sozialer Medien kann so intensiv sein, dass die Kontrolle über das eigene Nutzungsverhalten verloren geht“, stellt die Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen (NLS) fest.

Offene Sprechstunde in Oldenburg

Sandra Freese bietet ab sofort montag svon 15.30 bis 17 Uhr eine offene, kostenlose und vertrauliche Sprechstunde an der Ofener Straße 20 an. Es besteht auch die Möglichkeit, einen Termin unter 04 41/36 15 59 60 oder fs-sucht-ol@diakonie-ol.de zu vereinbaren. Sollte sich herausstellen, dass weiterführende Hilfeangebote erforderlich sind, kann die 41-Jährige sie vermitteln.

Isolation, Schlafstörungen, mangelnde Hygiene

Tatsächlich ist Mediensucht ein neues Phänomen. Wer betroffen ist, hat mit ähnlichen Folgen zu kämpfen wie andere Süchtige. „Sie vernachlässigen zum Beispiel ihr soziales Leben bis hin zur Isolation, leiden unter Schlafstörungen, vernachlässigen ihre Körperpflege und verlieren im schlimmsten Fall sogar ihre Arbeitsstelle“, berichtet sie. Mehr zu dem Thema steht am Dienstag, 9. Oktober, in der Kreiszeitung Wesermarsch.

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