Arbeiten daran, dass das Darmzentrum am St.-Bernhard-Hospital in Brake zertifiziert wird (vorne, von links): die Ärzte Dr. Jan Henrik Herrfurth, Ronny Köhler und Tobias Martens sowie (hinten) Qualitätsmanager Helmut Diez.

Arbeiten daran, dass das Darmzentrum am St.-Bernhard-Hospital in Brake zertifiziert wird (vorne, von links): die Ärzte Dr. Jan Henrik Herrfurth, Ronny Köhler und Tobias Martens sowie (hinten) Qualitätsmanager Helmut Diez.

Foto: Kikker

Wesermarsch

Hospital in Brake: Darmzentrum lässt sich zertifizieren - Patienten profitieren

Von Ursel Kikker
24. August 2017 // 18:30

Das Darmzentrum des St.-Bernhard-Hospitals in Brake lässt sich zertifizieren. Im nächsten Jahr erwarten Chefarzt Dr. Jan Henrik Herrfurth und seine Kollegen den Bescheid. Die Patienten profitieren schon heute davon. 

Sieben Fachärzte kümmern sich um die Erkrankten

Sieben Fachärzte kümmern sich um die Patienten. Einmal in der Woche gibt es eine Tumorkonferenz. Dazu setzt sich ein interdisziplinäres Team aus Viszeralchirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Pathologen, Radiologen und Strahlentherapeuten zusammen. Bei der Tumorkonferenz wird jeder Patient vorgestellt und der für ihn beste Behandlungsweg festgelegt.

Externe kontrollieren die Arbeit der Ärzte im Hospital

Solche Tumorkonferenzen sind – wie viele weitere Punkte – wichtig für die Zertifizierung des Darmzentrums. Die macht viel Arbeit und ist teuer. Wenn sie so vieles ihren Patienten schon bieten, warum wünschen sie sich dann noch diese Anerkennung? „Das ist für uns ein Qualitätszeugnis“, sagt das Medizinerteam. Immerhin würde ihre Arbeit von Externen kontrolliert.

Zentrum bietet mehr als die rein medizinische Betreuung

In diesem Jahr sind nach eigenen Angaben alle Darmkrebspatienten, die im Braker Krankenhaus bisher operiert worden sind, ohne Komplikationen entlassen worden. Mit rund 50 Krebsfällen rechnen Jan Henrik Herrfurth und seine Kollegen im Jahr. Das Darmzentrum bietet den Patienten mehr als die rein medizinische Betreuung: Auch Angebote wie Ernährungsberatung oder eine Psycho-Onkologie zur Bewältigung seelischer Probleme helfen den Betroffenen weiter.

Selbsthilfegruppe für Tumorerkrankte geplant

Außerdem möchten die Mediziner eine Selbsthilfegruppe für Tumorerkrankte anschieben. Im Oktober wollen sie zu einem Gründungstreffen ins St.-Bernhard-Hospital einladen. Im nächsten Jahr ist ein Darmkrebsvorsorge-Tag anvisiert. Ein öffentlicher Vortrag am 5. September rückt ab 18 Uhr die Vorsorge in den Mittelpunkt.

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