Auch das gehört zur Arbeit in der Notaufnahme: Ilona Göldner bereitet in einem der Behandlungsräume die Monitorüberwachung vor. Wie groß der Andrang an einem Tag ist, lässt sich nicht voraussagen.

Auch das gehört zur Arbeit in der Notaufnahme: Ilona Göldner bereitet in einem der Behandlungsräume die Monitorüberwachung vor. Wie groß der Andrang an einem Tag ist, lässt sich nicht voraussagen.

Foto: Kühnemuth

Wesermarsch

Patienten klagen über zu lange Wartezeiten in der Nordenhamer Notaufnahme

Von Ellen Reim
21. Juli 2017 // 18:50

Die neue Helios-Klinik kann über mangelnden Zulauf nicht klagen. Doch nicht alle Patienten sind zufrieden. Die Frage: Sind in der Zentralen Notaufnahme die Wartezeiten zu lang?

Stundenlang herumgesessen

Obwohl sie auf eine Station aufgenommen werden sollte, habe ihre Tochter stundenlang in der Notaufnahme herumsitzen müssen, berichtet eine Nordenhamerin. Und eine andere klagt, ihr Kind sei dort schlicht vergessen worden.

Offen für Beschwerden

Pressesprecherin Anja Brandt betont: Helios nehmen solche Beschwerden sehr ernst und gehe ihnen nach. „Wir sind dankbar für Anregungen oder Verbesserungsvorschläge“, betont sie. Die Klinik hat eine Beschwerdemanagerin, Anke Bessel-Dietrich. Sie stehe für eine persönliche Rücksprache und bei Klärungsbedarf bei Beschwerden zur Verfügung, so die Pressesprecherin. Wer sich nicht direkt an sie oder an die Mitarbeiter der Kliniken wenden wolle, habe über die neutrale Patientenfürsprecherin die Gelegenheit dazu.

Genug Personal

Personelle Engpässe gebe es in der zentralen Notaufnahme nicht, stellt Anja Brandt fest. „Das Patientenaufkommen in einer Notaufnahme ist sehr schwer planbar. Bei einem erhöhten Aufkommen von Notfällen sind Wartezeiten leider nicht vermeidbar“, gibt sie zu bedenken. Immer wieder gebe es eine überdurchschnittlichen Inanspruchnahme der Notaufnahme, zum Beispiel bei einer Grippewelle, Darmerkrankungen oder großer Hitze.

Erst zum Hausarzt

Generell gelte, dass sich Ärzte und Pflegekräfte in der Notaufnahme die Patienten nach dem Schweregrad ihrer Erkrankung und der Dringlichkeit der Behandlung annehmen und nicht unbedingt nach der Reihenfolge des Eintreffens. „Die Notfallbehandlung in der Zentralen Notaufnahme ist kein Ersatz der hausärztlichen Sprechstunde“, gibt Anja Brandt zu bedenken. Patienten mit leichteren Verletzungen etwa sollten zunächst ihren Hausarzt aufsuchen. „Wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist oder die Praxis geschlossen hat, dann können sich die Patienten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden.“

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