Damit der Verkauf der Nordschule nicht zur Hängepartie wird, soll die Politik signalisieren, dass sie zu einer Änderung des Bebauungsplans grundsätzlich bereit wäre. Bislang darf das Areal nur für Schulen, Kitas und Kirchen sowie soziale und kulturelle Einrichtungen genutzt werden.

Damit der Verkauf der Nordschule nicht zur Hängepartie wird, soll die Politik signalisieren, dass sie zu einer Änderung des Bebauungsplans grundsätzlich bereit wäre. Bislang darf das Areal nur für Schulen, Kitas und Kirchen sowie soziale und kulturelle Einrichtungen genutzt werden.

Foto: Kühnemuth

Wesermarsch

Politik macht Verkauf der Nordenhamer Nordschule einfacher

Von Timo Kühnemuth
3. September 2017 // 19:45

Die Stadt möchte die leer stehende Nordschule gern verkaufen. Doch dabei könnte der derzeitige Bebauungsplan zum Problem werden. Der sieht nämlich vor, dass auf dem Grundstück an der Viktoriastraße nur Einrichtungen betrieben werden dürfen, die der Allgemeinheit dienen.

Versteigerung ist abgeschlossen

Wie schon mehrfach berichtet, hat es eine Versteigerung gegeben. Bis zum vergangenen Donnerstag konnte jeder, der sich für das ausgediente Schulgebäude interessiert, ein Gebot abgeben. Das Mindestgebot lag bei 320 000 Euro.

Es scheint mindestens einen Interessenten zu geben

Wie viele Interessenten sich im Rathaus gemeldet haben, ist unklar. Doch es scheint mindestens einen potenziellen Käufer zu geben, der die 111 Jahre alte Immobilie haben möchte – und Pläne verfolgt, die eine Änderung des derzeit geltenden Baurechts erforderlich machen würden.

Beschluss soll für mehr Planungssicherheit sorgen

Um diesem Interessenten Planungssicherheit zu geben und um andere mögliche Bewerber nicht von vornherein abzuschrecken, sei es wichtig, dass die Politik einen Vorbehaltsbeschluss fasst. Somit werde klargemacht, dass man einer Änderung des Bebauungsplans offen gegenüber steht.

Kritik von der CDU und der FDP

CDU-Ratsherr Horst Wreden gab zu verstehen, dass seine Fraktion gegen einen solchen Vorbehaltsbeschluss ist. „Wir sollten einer Änderung des Bebauungsplans erst zustimmen, wenn wir wissen, wer dieses Grundstück bekommt“, sagte er. Auch Manfred Wolf (FDP) äußerte sich kritisch.

SPD-Ratsfrau spricht sich für Verwaltungsvorschlag aus

SPD-Ratsherr Angelika Zöllner versuchte, diese Bedenken zu zerstreuen. „Man muss sich da auch in die Situation des Interessenten hineinversetzen. Er braucht eine gewisse Sicherheit. Am Ende stimmte man mehrheitlich für den Vorratsbeschluss.

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