Wilhelm Behrens (3. von rechts, ohne Hut) beim Aufstellen des Maibaums vor der Gaststätte in Reitlanderzoll. Zudem hatte er eine Landwirtschaft, leitete die Poststelle und war auch als Feuermelder tätig.

Wilhelm Behrens (3. von rechts, ohne Hut) beim Aufstellen des Maibaums vor der Gaststätte in Reitlanderzoll. Zudem hatte er eine Landwirtschaft, leitete die Poststelle und war auch als Feuermelder tätig.

Foto: Archiv Gerdes

Wesermarsch

Stadland: Alter Brief taucht nach 81 Jahren wieder auf

Von nord24
26. Juni 2018 // 16:29

Hanna Gerdes aus Abbehausen kann sich noch an viele Details ihrer Kindheit in Reitlanderzoll erinnern, auch wenn sie bereits das 87. Lebensjahr vollendet hat. Die schwere Zeit wurde wieder gegenwärtig, als jetzt ein vor 81 Jahren geschriebener Brief ihres Vater aufgetaucht ist. Ausfindig gemacht hat ihn Sohn Rolf im Internet.

Gastwirt, Landwirt und Postbote

Bei diesen Recherchen wurde Rolf Gerdes auf einen Brief aufmerksam, der von seinem Großvater Wilhelm Behrens stammt und der zum Kauf angeboten wurde. Der Opa bewirtschaftete in den 1930er Jahren eine Gastwirtschaft in Reitlanderzoll. Dazu hatte er eine kleine Landwirtschaft, leitete die Poststelle und war auch als Feuermelder unterwegs.

Gehaltserhöhung oder Kündigung

Im Februar 1937 wendete sich Behrens mit einem Brief an das Postamt in Nordenham und bat um eine Gehaltserhöhung. Ihm war es ernst mit seiner Forderung, denn für den Fall der Nichtbewilligung kündigte er vorsorglich seine Mitarbeit bei der Post auf.

Brief für 33 Euro ersteigert

Mit besagtem Brief war Wilhelm Behrens offenbar erfolgreich, denn er war noch in den 1950er-Jahren als Poststellenhalter aktiv. Enkel Rolf hat den Brief  für 33 Euro bei einem Internet-Auktionshaus erstanden.

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