Wenn es stundenlang wie aus Eimern schüttet, steht vor dem Rathausturm das Wasser. Zuletzt war das am 30. Juni der Fall (Foto). Eine Möglichkeit, solche Überschwemmungen zu verhindern, sieht die Stadt nicht.

Wenn es stundenlang wie aus Eimern schüttet, steht vor dem Rathausturm das Wasser. Zuletzt war das am 30. Juni der Fall (Foto). Eine Möglichkeit, solche Überschwemmungen zu verhindern, sieht die Stadt nicht.

Foto: Edel

Wesermarsch

Starkregen bleibt in Nordenham ein Dauerproblem

Von Timo Kühnemuth
27. September 2017 // 20:30

Viele Nordenhamer denken noch mit Schrecken an den 30. Juni zurück, als wegen langanhaltenden starken Regens die Straßen, Keller und Garagen voll Wasser liefen. Experten prophezeien, dass es solche Naturphänomene zukünftig häufiger geben wird. Doch wie kann man sich dagegen wappnen?

Bundesamt übt Kritik

Erst in der vergangenen Woche hatte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe kritisiert, dass in Deutschland viele Städte und Gemeinden noch immer keine sogenannten Starkregenrisiko-Karten hätten. Mit ihrer Hilfe ließen sich heftige Regenfälle simulieren und besonders stark betroffene Bereiche darstellen.

"Risiko-Prognosen nützen uns nichts"

Bert Freese, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, kennt diese Kritik, hält sie jedoch für unberechtigt. „Solch eine Karte würde uns nichts bringen. Das hier ist eine kleine Stadt. Wir kennen die neuralgischen Punkte auch so“, macht er deutlich. Hinzu komme, dass sich die Folgen eines Starkregen-Ereignisses nie zu 100 Prozent vorhersehen lassen.

Städtisches Kanalnetz stößt an seine Grenzen

Es zu verhindern, dass bei Starkregen an bestimmten Stellen in der Stadt das Wasser steht, sei nicht möglich, sagt Klärwerk-Leiter Uwe Glänzer. Das städtische Kanalnetz sei nicht darauf ausgelegt, mit großen, plötzlich anfallenden Wassermassen klarzukommen.

Bauhof hat Vorrat an Sandsäcken angelegt

„Starkregen bleibt ein Dauerthema“, sagt Bert Freese. Mittlerweile verfüge der Bauhof über ein Kontingent an Sandsäcken, das im Bedarfsfall genutzt werden kann. Jedes Kanalrohr im Stadtgebiet werde mindestens einmal im Jahr gespült, damit Verstopfungen im Ernstfall nicht zum Problem werden.  

Immer informiert via Messenger
Lütte Sail in Mini-Version - findet ihr das gut?
718 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger