Bürgerdialog

Besucher konnten sich am Wochenende in der Markthalle Rodenkirchen über den geplanten Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser informieren.

Foto: Stratmann

Wesermarsch

Überschaubarer Besuch beim Bürgerdialog zum Rückbau des Kernkraftwerks Kleinensiel

Von nord24
22. Oktober 2017 // 16:30

„Überschaubar“, so der Leiter des Kernkraftwerks Unterweser, Gerd Reinstrom, ist der Besuch des ersten Bürgerdialogs des Landkreises Wesermarsch zum Rückbau der Anlage gewesen. Die Einwohner hätten somit den Vorteil gehabt, an den Informationsständen und Plakatwänden intensiv betreut zu werden.

Etwas mehr als 100 Besucher

Lediglich etwas mehr als 100 Besucher von beiden Seiten der Weser interessierten sich für das Angebot, das der Landkreis Wesermarsch mit finanzieller Unterstützung des niedersächsischen Umweltministeriums machte. Helma E. Dirks von der Firma Prognos AG aus Berlin, die vom Landkreis mit der Organisation der insgesamt drei geplanten Bürgerdiaologe sowie von drei Forumsgesprächen beauftragt worden ist, betonte, man habe sich bemüht den Besuchern den Rückbau verständlich zu erklären. Informationstafeln waren aufgebaut, Broschüren wurden verteilt.

Format hat sich bewährt

„Das Format hat sich bewährt“, meinte Matthias Wenholt, Dezernatsleiter beim Landkreis Wesermarsch. Themen waren unter anderem die gesetzlichen Vorgaben für den Rückbau, die Entsorgung des Abfalls, der Strahlenschutz und die Zwischenlagerung am Standort.

Nicht alles müsste abgerissen werden

Bis über das Jahr 2030 hinaus wird der Rückbau des Kernkraftwerks dauern. Dennoch machen sich nach Angaben von Helma E. Dirks bereits jetzt viele Gedanken darüber, was danach passiert. Konventionelle Teile des Kraftwerks wie das Verwaltungsgebäude oder das Maschinenhaus müssten nicht unbedingt abgerissen werden, sondern könnten auch von einem Nachfolgebetrieb übernommen werden.

Noch zwei Veranstaltungen

Zwei Bürgerdialoge zum Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser wird es noch geben. Der nächste findet am Sonnabend, 3. März, von 14 bis 18 Uhr zum Thema Deponierung statt. Der letzte wird dann am Sonnabend, 26. Mai, ebenfalls von 14 bis 18 Uhr abgehalten. Beide Angebote finden in der Markthalle Rodenkirchen statt.

Forumsgespräch über den Rückbau

Neben den Bürgerdialogen wird es noch drei Forumsgespräche geben, an denen Vertreter der Gewerkschaften, der Wirtschaftsverbände, der Kommunen, der Umweltorganisationen und der Bürgerinitiativen teilnehmen werden. Der erste Termin zum Thema Rückbaumaßnahmen findet am Donnerstag, 7. Dezember, von 18 bis 22 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses in Brake statt.

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