Während der Ermittlungen hatten zahlreiche Polizisten in Brake Beweise gesammelt.

Während der Ermittlungen hatten zahlreiche Polizisten in Brake Beweise gesammelt.

Foto: 261News/Andre van Elten

Wesermarsch

Urteil nach sexuellem Missbrauch: Braker Kinderschänder muss in den Knast

Von nord24
29. März 2018 // 15:30

Im Braker Missbrauchsprozess ist der Angeklagte am Donnerstag zu einer Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt  worden. Die Fahndung nach dem 24-Jährigen aus Brake hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. In dem Fall schwersten Kindesmissbrauchs hatte die Polizei im vorigen Jahr mit dem Foto des vierjährigen Opfers nach dem Täter gesucht - mit schnellem Erfolg.

Schuldig wegen mehrerer Vergehen

Bei dem Angeklagten handelt es sich um den Stiefvater des Mädchens. Am Donnerstag wurde er vom Oldenburger Landgericht wegen Verbreitens von kinderpornografischen Bildern und schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes in mehreren Fällen schuldig gesprochen.

Videofilme des Missbrauchs

Ein Pädophiler aus Bremen hatte den 24-Jährigen dazu animiert, seine  eigene Stieftochter zu missbrauchen und von den Taten Videos zu drehen. Der Angeklagte kam dem nach. Er missbrauchte die Vierjährige aufs Übelste und ließ die Filme davon dem Bremer zukommen. Der stellte das Material dann ins Darknet. Kanadische Ermittler hatten die Filme gefunden.

Geständnis abgelegt

Im jetzigen Verfahren, das bis zur Urteilsverkündung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Warum er die grausigen Taten begangen hat, konnte oder wollte er nicht sagen. Die Vorsitzende Richterin Judith Blohm hielt dem Angeklagten vor, für seine Taten ein Vertrauensverhältnis auf Übelste ausgenutzt zu haben.

Opfer leiden ein Leben lang

Für das missbrauchte Mädchen und dessen Familie seien die Taten ein Albtraum. Dessen Lebensqualität sei für immer stark gemindert. Auch die bange Frage steht im Raum, wie sich das Mädchen aufgrund des grauenvollen Geschehens langfristig entwickelt. Täter kommen irgendwann wieder frei, Opfer sexueller Gewalt dagegen dürften ein Leben lang leiden.

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