Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei kam es am frühen Donnerstagmorgen zu einem Verkehrsunfall in Stadland.

Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei kam es am frühen Donnerstagmorgen zu einem Verkehrsunfall in Stadland.

Foto: Feuerwehr Rodenkirchen

Wesermarsch

Verkehrsunfall nach Verfolgungsjagd in Stadland

23. Juni 2022 // 16:17

Um einer Verkehrskontrolle zu entgehen, startete ein 32-Jähriger eine wilde Verfolgungsjagd auf der B 212. Die hatte fatale Folgen.

Zu einer Verfolgungsjagd und einem anschließenden Verkehrsunfall kam es am frühen Donnerstagmorgen gegen 3.20 Uhr auf der B 212. Wie die Polizei mitteilt, waren Beamte des Polizeikommissariats Nordenham auf einen Opel mit französischer Zulassung aufmerksam geworden, der in Richtung Brake unterwegs war und wollten das Fahrzeug einer Verkehrskontrolle unterziehen. Dem 32-jährigen Fahrer wurde ein Anhaltesignal gegeben, auf das dieser nicht reagierte. Stattdessen beschleunigte er auf bis zu 150 km/h.

Riskantes Manöver endet im Graben

An der Ausfahrt Sürwürden setzte der Fahrer den Blinker und suggerierte, abbiegen zu wollen. Von der Abfahrt lenkte er das Fahrzeug allerdings wieder nach links auf die B 212, wobei er zwei Verkehrsinseln überfuhr und in die Berme geriet. Letztendlich kam der Opel in einem Graben zum Stillstand. Der 32-Jährige verletzte sich dabei schwer. Seine beiden 39- und 46-jährigen männlichen Mitfahrer wurden leicht verletzt. Die Personen wurden vor Ort von Rettungskräften versorgt und anschließend in Krankenhäuser gebracht. Der Pkw musste von einem Abschleppunternehmen aus dem Graben geborgen werden.

Fahrer schon vorbestraft

Die Freiwilligen Feuerwehren Rodenkirchen und Schwei waren ebenfalls mit sieben Fahrzeugen und 38 Kameraden vor Ort eingesetzt, da Motoröl aus dem Fahrzeug in den Graben auslief. Die Schadenshöhe wurde auf circa 5.000 Euro geschätzt. Im Rahmen der Verkehrsunfallaufnahme, welche aus Neutralitätsgründen durch Beamte des Polizeikommissariats Varel übernommen wurde, konnte zudem festgestellt werden, dass gegen den 32-Jährigen ein offener Untersuchungshaftbefehl vorliegt. Zudem wurde im Kofferraum des Pkw potentielles Aufbruchwerkzeug aufgefunden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Oldenburg wurde der georgische Führerschein des 32-Jährigen beschlagnahmt. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts mehrerer Straftaten sowie ein Verkehrsordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Auf Grund des Untersuchungshaftbefehls wird der Mann im Krankenhaus durch Polizeibeamte bewacht.

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