Fritz (links) und Heinz Schröder haben im Langwarder Groden tausende Fundstücke geborgen. Bis in das 18. Jahrhundert war der Bereich offenbar besiedelt.

Fritz (links) und Heinz Schröder haben im Langwarder Groden tausende Fundstücke geborgen. Bis in das 18. Jahrhundert war der Bereich offenbar besiedelt.

Foto: Edel

Wesermarsch

Zwei Brüder haben im Langwarder Groden gut 4000 historische Fundstücke gerettet

Von nord24
10. August 2017 // 18:44

Der Langwarder Groden war wohl bis in das 18. Jahrhundert besiedelt - gut 4000 Fundstücke, die darauf hinweisen, haben Fritz und Heinz Schröder geborgen. Hätten sie die Spuren nicht gesichert, wären sie bei Bauarbeiten wahrscheinlich vernichtet worden.

Schale aus dem 17. Jahrhundert

Fast komplette Schalen und Töpfe, tausende von Scherben, Stücke von Ziegeln und Fenstern: Fritz und Heinz Schröder konnten vielseitige Stücke aus dem Langwarder Groden bergen. Bei manchen lies sich noch feststellen, aus welcher Zeit sie stammen. Eine Schale muss aus den Jahren von 1590 bis 1630 stammen, ein Gegenstück gibt es in einem niederländischen Museum.

Scherben bei Bauarbeiten aufgetaucht

Alles das kam zum Vorschein, während der Langwarder Groden zwischen 2014 und 2015 renaturiert wurde. Nicht nur Fundstücke haben die beiden Brüder sichergestellt: Auf Fotos hielten sie Strukturen fest, die im Boden sichtbar wurden. So konnten sie eine Karte mit freigelegten Gräben, Brunnen und einem Siel erstellen. Dadurch wurde klar, dass der Bereich bewirtschaftet wurde. Vermutlich wurde die Siedlung nach der Weihnachtsflut von 1717 aufgegeben.

Denkmalschutz wurde nicht verständigt

Die Bauarbeiter, da sind sich beide sicher, müssen die historischen Spuren bemerkt haben. Denkmalschutz oder Archäologen haben sie jedoch nicht verständigt. "Es ist sehr viel verloren gegangen", sagt Heinz Schröder. Vieles konnten die beiden aber auch retten - in ungezählten Stunden Feinarbeit. Außerdem glauben beide, das unter der Erdoberfläche am Langwarder Groden noch viel mehr Fundstücke warten.

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