Aus dem Wald von Rivière Nouvelle ragt das erste Windrad vom Typ Senvion 3.2M114, hergestellt in Bremerhaven.  Foto MU Wind Farm

Aus dem Wald von Rivière Nouvelle ragt das erste Windrad vom Typ Senvion 3.2M114, hergestellt in Bremerhaven. Foto MU Wind Farm

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Windkraft

Kanadas Ureinwohner bauen Windpark

Von Christoph Barth
22. Juli 2016 // 08:30

Ugju‘s‘n bezeichnet in den Sprache der Mi‘gmaq-Indianer den Wind. Und den wollen die kanadischen Ureinwohner künftig nicht mehr nur als schöpferische Urgewalt verehren, sondern ganz praktisch zu Geld machen: Seit wenigen Wochen ragt aus den Wäldern ihres Reservates das erste Windrad – made in Bremerhaven. Die Einnahmen aus dem Windpark sollen helfen, die Lebenssituation im Reservat zu verbessern und der abwandernden Jugend eine Perspektive zu bieten. Zu diesem Zweck haben sich die drei Mi’gmaq-Gemeinden mit dem kanadischen Ökostromproduzenten Innergex zusammengetan und ein 50:50-Gemeinschaftsunternehmen zum Bau und Betrieb der Windräder gegründet.

Senvion liefert 46 Windräder

Bei der Suche nach einer passenden Anlage fiel die Wahl auf die 3,2-Megawatt-Turbine, die der Hamburger Hersteller Senvion in seinem Werk in Bremerhaven baut. Wegen des harschen Klimas an der kanadischen Ostküste kommt eine spezielle „Cold Climate“-Variante der Maschine zum Einsatz: Sie verfügt über ein Heißluft-Enteisungssystem gegen die bittere Winterkälte. Bis Ende des Jahres sollen alle 46 Windräder stehen. Dann muss nur noch der Mesgi’g Ugju’s’n, der starke Wind, verlässlich wehen.

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