Durch die Reiseeinschränkungen gibt es für viele Kreuzfahrtunternehmen kaum Möglichkeiten, ihre Mitarbeiter nach Hause zu bringen.

Durch die Reiseeinschränkungen gibt es für viele Kreuzfahrtunternehmen kaum Möglichkeiten, ihre Mitarbeiter nach Hause zu bringen.

Foto: Michel Verdure/Princess Cruises

Wirtschaft

Endstation Ozean: Tausende Kreuzfahrt-Mitarbeiter stecken fest

Von Nick Kaiser
30. Mai 2020 // 12:25

Ein Luxus-Schiff in der Karibik - nicht der schlechteste Ort, eine Pandemie auszusitzen, könnte man denken. Doch was Betroffene von ihrer Lage erzählen, ist teils haarsträubend: wochenlange Isolation in winzigen, manchmal fensterlosen Kabinen, miserables Essen und schlechte Internetverbindungen. Hinzu kommt, dass nicht jeder weiter bezahlt wird. Und die Angst, sich anzustecken, ist auch immer da.

Viele Besatzungsmitglieder können nicht heim

Tausende Besatzungsmitglieder von Kreuzfahrtschiffen stecken in der Corona-Krise weiter auf See fest. Satellitenbilder von den Bahamas, die für Aufsehen sorgten, zeigen eine absurd anmutende Ansammlung von Kreuzfahrtschiffen auf engem Raum. Schätzungen zufolge könnten weltweit annähernd 100.000 Mitarbeiter betroffen sein. Langsam werden nun Lösungen für sie gefunden, auch wegen örtlicher Lockerungen von Anti-Corona-Maßnahmen.

Nach wochenlanger Odyssee

„Zu Hause ist es am schönsten“ - das war am Hafen des jamaikanischen Ortes Falmouth aus einer Menschenmenge zu hören, wie das Nachrichtenportal „Loop“ berichtete. Die Menge war gekommen, weil das Kreuzfahrtschiff „Adventure of the Seas“ dort angelegt hatte. Die 1024 Menschen an Bord konnten diese Woche nach langer Odyssee in ihrer Heimat an Land gehen. 19 von ihnen mussten allerdings isoliert werden, weil sie positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

Grenzen sind dicht

Schon Mitte März stellten viele Kreuzfahrtunternehmen wegen der Corona-Krise ihren Betrieb ein. In den meisten Fällen - mit prominenten Ausnahmen - konnten die Passagiere bald darauf nach Hause. Viele Besatzungen blieben aber an Bord. Die Betreiber spekulierten auf eine kurze Zwangspause. Als klar wurde, dass das ein unrealistischer Wunsch war, hatten viele Länder ihre Grenzen dicht gemacht. Verhandlungen zwischen Unternehmen und Regierungen - etwa über Haftung und Kosten - gestalteten sich kompliziert. So sind inzwischen zweieinhalb Monate vergangen.

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