Flaggen mit Maritim-Werbung vor einem Gebäude. Die Hotelkette Maritim befindet sich in einer schwierigen Lage.

Die Hotelkette Maritim befindet sich in einer schwierigen Lage.

Foto: Oliver Berg/dpa

Wirtschaft

Hotelkette Maritim kündigt „Notverkäufe“ an

Autor
Von nord24
15. April 2021 // 08:39

Wegen knapper Kassen in der Coronakrise sieht sich die Hotelkette Maritim gezwungen, sich von einem Teil ihrer Standorte zu trennen.

Maritim-Inhaberin spricht von einem Liquiditätsverlust in Höhe von 140 Millionen Euro

Man habe in Pandemiezeiten einen Liquiditätsverlust von 140 Millionen Euro verkraften müssen, teilte das Unternehmen aus Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen auf Anfrage mit. „Obwohl wir vor der Pandemie über hohe Liquiditätsreserven verfügt haben, müssen wir nun über Hotel-Notverkäufe unser Überleben sichern“, erklärte die Inhaberin des Familienunternehmens, Monika Gommolla. Einzelheiten zu diesen Verkäufen nannte sie nicht.

Hotelkette hat 5000 Beschäftigte

Das Unternehmen mit seinen weltweit rund 5000 Beschäftigten hat nach eigenen Angaben 40 Hotels, 29 davon im Inland mit 3000 Beschäftigten. „Die Maritim Hotelgruppe ist von der Pandemie extrem hart getroffen“, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende. „Bereits im vergangenen Jahr schlug der erste Lockdown mit fast 90 Prozent Umsatzausfall zu Buche.“ Nach einer kurzen Erholungsphase im Sommer seien durch Beherbergungsverbote touristischer Gäste seit November 2020 wieder 90-prozentige Umsatzausfälle an fast allen Maritim-Hotelstandorten zu verzeichnen, sagte Gommolla.

„Die Lage für die Hotellerie ist sehr ernst“

Staatliche Hilfen seien nahezu ausgeblieben, es seien bisher nur zwei Millionen Euro ausgezahlt worden. „Dies erweckt den Eindruck, dass der größere Mittelstand in den betroffenen Branchen sich selbst überlassen und so kaputt gemacht wird“, sagte die Firmeninhaberin. „Die Lage für die Hotellerie ist sehr ernst, so kann es nicht weitergehen.“ (dpa/mb)

Immer informiert via Messenger
Soll es Freiheiten für Geimpfte geben?
362 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger