Volksbank: Kunden können keine Sparkonten mehr eröffnen

Als Anlage eignen sich Sparbücher aufgrund der kaum noch vorhandenen Zinsen schon lange nicht mehr. Für die Finanzinstitute sind sie eine Belastung.

Wirtschaft

Volksbank: Kunden können keine Sparkonten mehr eröffnen

Von Christoph Bohn
19. Oktober 2019 // 18:30

Seit Mitte September können bei der Volksbank Bremerhaven-Cuxland keine neuen Sparkonten mehr eröffnet werden. Hintergrund ist die immer stärker werdende Belastung durch die Negativzinsen, wie Uwe Kordes vom Vorstand der Bank bei der Mitglieder- und Kundeninformationsveranstaltung in Elmlohe begründete.

Sparbücher in der Branche nicht mehr gern gesehen

Schon jetzt müssen Finanzinstitute 0,5 Prozent Strafzinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Zentralbank parken. Kein Wunder, dass reine Sparbücher in der Branche nicht mehr gerne gesehen sind. Einige deutsche Banken geben die Strafzinsen bereits an die Kunden weiter, die hohe Summen auf ihren Sparbüchern oder Tagesgeldkonten lagern. „Für unser Haus ist derzeit nicht geplant, Minuszinsen auf Einlagen zu erheben“, betont Kordes.

Bestehende Sparkonten sind nicht betroffen

Kunden, die bereits ein Sparbuch bei der Volksbank haben, müssen sich keine Sorgen machen. „Bestehende Sparbücher sind nicht betroffen“, stellt Kordes klar. Und für alle diejenigen, die ein neues Sparkonto eröffnen möchten, gebe es alternative Produkte, die sogar eine Rendite erbringen. Allerdings kann Kordes für die Zukunft Negativzinsen nicht ausschließen.

Welche Alternativen es zum klassischen Sparbuch gibt, lest Ihr am Sonntag, 20. Oktober, im SONNTAGSjOURNAL der NORDSEE-ZEITUNG.