Eine Hand hält einen Stift um einen Berufsausbildungsvertrag zu unterschreiben.

Auch wenn im laufenden Ausbildungsjahr bereits mehr Verträge als im Vorjahr unterschrieben wurden, sieht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) keinen Grund zur Entwarnung.

Foto: Jens Schierenbeck/picture alliance/gms

Wirtschaft

Ausbildungsmarkt leidet weiter unter strukturellen Problemen

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Von nord24
11. Mai 2022 // 08:40

Die Folgen der Corona-Pandemie sind auch auf dem Ausbildungsmarkt noch zu spüren. Trotz leichter Besserung gibt es aber noch keinen Grund zur Entwarnung.

Folgen für den Ausbildungsmarkt

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht auf dem Ausbildungsmarkt keinen Grund zur Entwarnung. Auch wenn es auf den ersten Blick nach einer leichten Erholung aussehe, leide der Ausbildungsmarkt weiter unter den Corona-Folgen und strukturellen Problemen, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende, Elke Hannack, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl neuer Ausbildungsverträge liege immer noch weit unter dem Niveau vor Corona.

Mehr Ausbildungsverträge

Aus dem diesjährigen Berufsbildungsbericht geht hervor, dass seit Beginn des laufenden Ausbildungsjahres mit Stichtag 30. September 2021 insgesamt 473.100 neue Ausbildungsverträge geschlossen wurden. Das sind 5600 mehr als 2020, aber immer noch 52.000 weniger als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Auch das Angebot an Plätzen stieg um 8800 auf 536.200, lag aber ebenfalls unter Vor-Corona-Niveau.

Verschenktes Potenzial

Nach wie vor werde viel Potenzial am Übergang zwischen Schule und Ausbildung verschenkt, sagte Hannack. Es sei wichtig junge Menschen individuell bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu unterstützen. Dafür müssten die Schulen, Arbeitsagenturen und Kammern besser zusammenarbeiten. (dpa/wei)

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