Langes Sitzen und wenig Bewegung sind Gift für den Rücken.

Langes Sitzen und wenig Bewegung sind Gift für den Rücken.

Foto: South_agency/Getty Images/obs

Wirtschaft

Homeoffice: Mehr Angestellte leiden unter Rückenschmerzen

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Von nord24
18. August 2021 // 07:40

Das coronabedingt häufigere Arbeiten zu Hause sorgt nach Beobachtung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) verstärkt für Rückenbeschwerden.

Jedes fünfte Attest

Wie die Krankenkasse mitteilte, sind im ersten Halbjahr 2021 bundesweit 20,4 Prozent - also rund ein Fünftel - der eingereichten Atteste bei der Arbeit auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen.

Höhere Krankheitsdauer

Im Vorjahr habe der Anteil solcher Krankschreibungen noch bei 17,3 Prozent gelegen. Und in den Jahren zuvor bewegte er sich demnach zwischen 15 und 16 Prozent. Auch die Krankheitsdauer ist dabei nach Angaben der KKH gestiegen: 25,4 Prozent der Fehltage gehen demzufolge auf Erkrankungen des Bewegungsapparats zurück. In den Jahren zuvor lag der Anteil in dieser Kasse zwischen 22 und 23 Prozent.

Kein Bürostuhl

Als Gründe vermutet die Kasse die Arbeitsbedingungen im Homeoffice. Dort fehlten häufig ein geeigneter Schreibtisch und Bürostuhl. Das lange Sitzen in ungesunder Haltung vor dem Rechner habe daher mehr Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden zur Folge.

Psychische Belastungen

Auch psychische Belastungen könnten Verspannungen und Schmerzen verursachen, erläuterten die KKH-Experten. Themen wie die Wirtschaftskrise aufgrund der Pandemie, Existenzängste und das Gefühl des Kontrollverlustes schlagen demnach vielen auf die Seele. Außerdem verschwimmen im Homeoffice die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben immer stärker.

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