Benachteiligte Gebiete werden für Photovoltaik freigegeben. Gemeint sind schlecht nutzbare Ränder an Autobahnen oder auch ertragsschwache Ackerflächen.

Benachteiligte Gebiete werden für Photovoltaik freigegeben. Gemeint sind schlecht nutzbare Ränder an Autobahnen oder auch ertragsschwache Ackerflächen.

Foto: picture alliance / dpa

Wirtschaft

Niedersachsen erleichtert Solarenergie auf Freiflächen

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Von nord24
24. August 2021 // 16:57

Das Land Niedersachsen erleichtert den Bau von Solarparks auf Freiflächen.

Schlecht nutzbare Flächen

Wie in anderen Bundesländern werden dafür sogenannte benachteiligte Gebiete für Photovoltaik freigegeben. Das beschloss das Landeskabinett am Dienstag in Hannover. Gemeint sind schlecht nutzbare Ränder an Autobahnen oder auch ertragsschwache Ackerflächen.

Bessere Chancen bei Ausschreibungen

So bekämen niedersächsische Projekte bessere Chancen bei den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur für Solaranlagen auf Freiflächen, sagte Energieminister Olaf Lies (SPD). „Bis 2040 brauchen wir 65 Gigawatt installierte Photovoltaik-Leistung, davon 15 Gigawatt auf Freiflächen“, sagte er. „Derzeit beträgt die Stromkapazität aus Solarenergie in Niedersachsen allerdings nur 4,6 Gigawatt. Wir müssen also deutlich schneller werden.“ Lies sprach von einer „überkommenen Denkweise“, dass es im Norden Deutschlands nur Windenergie und im Süden nur Solarenergie geben könne.

Landwirte fürchten Flächenverlust

Trotzdem will die Landesregierung regelmäßig überprüfen, ob es zu Konflikten zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und der Photovoltaik kommt. Die Betreiber von Solarparks bieten den Eigentümern des Bodens eine vergleichsweise hohe Vergütung an. Landwirte befürchten, dass ihnen Flächen verloren gehen oder die Pacht steigt. (lni)

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