18,7 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fielen in Deutschland 2017 an.

18,7 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fielen in Deutschland 2017 an.

Foto: Heinl/dpa

Wissenschaft

Deutsche produzierten 2017 so viel Verpackungsmüll wie noch nie

Von nord24
18. November 2019 // 09:45

Die Menge von Verpackungsmüll in Deutschland ist im Jahr 2017 auf ein Rekordhoch geklettert. 18,7 Millionen Tonnen fielen an, wie das Umweltbundesamt (UBA) am Montag mitteilte - rechnerisch waren das 226,5 Kilogramm pro Person und drei Prozent mehr als im Vorjahr.

107 Kilogramm pro Kopf

Private Verbraucher hatten daran einen Anteil von 47 Prozent oder 107 Kilogramm pro Kopf. Den Bericht zu "Aufkommen und Verwertung von Verpackungen in Deutschland" veröffentlichte die Umweltbehörde zum Auftakt der Europäischen Woche der Abfallvermeidung. Als Gründe nennt sie unter anderem Trends zum Online-Versandt, kleinen Portionen und Essen und Trinken zum Mitnehmen.

"Mehr Mehrweg"

"Wir verbrauchen viel zu viele Verpackungen", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. "Das ist schlecht für die Umwelt und für den Rohstoffverbrauch." Abfälle müssten möglichst schon in der Produktionsphase vermieden werden. "Auf unnötige und unnötig materialintensive Verpackungen sollte deshalb verzichtet werden." Es brauche "viel mehr Mehrweg", nicht nur bei Mineralwasser und Bier.

70 Prozent recycelt

In Deutschland fällt zwar viel Verpackungsmüll an, es wird davon aber auch viel recycelt – knapp 70 Prozent, wie das UBA weiter mitteilte. Die Quote ist stark vom Material abhängig. Sehr hoch liegt sie etwa bei Stahl mit 92,2 Prozent sowie Papier und Karton mit 87,6 Prozent und Glas mit 84,4 Prozent. Verpackungsmüll aus Kunststoff wird zu 49,7 Prozent wiederverwertet, aus Holz zu 25,8 Prozent. (dpa)

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