An der Uniklinik Tübingen wird an einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht. Rund 4000 Menschen haben sich bereits als freiwillige Probanden gemeldet, gebraucht werden derzeit aber nur wenige.

An der Uniklinik Tübingen wird an einem Impfstoff gegen das Coronavirus geforscht. Rund 4000 Menschen haben sich bereits als freiwillige Probanden gemeldet, gebraucht werden derzeit aber nur wenige.

Foto: Christoph Schmidt/dpa

Wissenschaft

Tübingen: Viele Freiwillige für Corona-Impfstoffstudie

Von Kathrin Löffler
12. Juli 2020 // 13:00

Noch nie haben sich so viele Menschen freiwillig für eine klinische Studie gemeldet, als bei der für einen Corona-Impfstoff. Rund 4000 Freiwillige haben sich bei der Tübinger Universitätsklinik als Probanden zur Verfügung gestellt. Mitte Juni hatte dort eine klinische Studie begonnen, um den Impfstoff des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen.

Bisher keine bösen Überraschungen

Rund 50 Menschen haben das Mittel seitdem erhalten. Laut Studienleiter Peter Kremsner haben sich noch keine überraschenden Nebenwirkungen gezeigt. Es gebe weder sensationelle noch erschreckende Befunde. Von den 4000 Probanden sollen etwa 168 geimpft werden. Wenn diese erfolgreich verlaufen, geht die Testung in die nächste Phase, dann mit deutlich mehr Probanden.

mRNA-Impfstoff in der Entwicklung

Das Tübinger Unternehmen Curevac arbeitet an sogenannten mRNA-Impfstoffen. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Für ihren Impfstoff haben die Curevac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein des Coronavirus Sars-CoV-2 versehen. Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dieses Protein, was der Körper als fremd erkennt. Er bildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen.

Zwei deutsche Unternehmen dürfen testen

Curevac hatte nach der Mainzer Firma Biontech als zweites deutsches Unternehmen die Genehmigung für eine klinische Studie zu einem möglichen Corona-Impfstoff erhalten.

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