Ein Hund läuft durch ein Waldstück

Sandy ist einer der Hunde, die an dem Projekt teilgenommen haben. Sandy stammt überwiegend von den Rassen Australian Cattle Dog (21,4%), Collie (8,6%), American Cocker Spaniel (7,7%) und Australian Shepherd (7,3%) ab. Die Rasse eines Hundes sagt nur wenig über das Temperament des Vierbeiners aus.

Foto: Angela Lek/AAAS/dpa

Wissenschaft

Schlauer Collie, treuer Boxer? Rasse bedingt Hunde-Verhalten kaum

Von dpa
1. Mai 2022 // 08:30

Sanftmütige Doggen, gelehrige Collies und quirlige Dackel - mit unterschiedlichen Hunderassen werden unterschiedliche Temperamente in Verbindung gebracht.

Rasse sagt wenig über Temperament aus

Die Rasse eines Hundes sagt nur wenig über das Temperament des Vierbeiners aus. Zwar sind einer aktuellen Studie zufolge viele Verhaltensweisen erblich, also etwa ob ein Hund eher verspielt, gelehrig oder wachsam ist. Allerdings sind die Unterschiede zwischen einzelnen Hunden zumeist größer als die zwischen einzelnen Rassen, berichtet ein Team um die Erstautorin Kathleen Morrill von der University of Massachusetts Chan Medical School (Worcester/USA) im Fachmagazin „Science“.

Die Geschichte der Hundezucht

Die modernen Hunderassen seien weniger als 160 Jahre alt - ein Wimpernschlag in der Evolutionsgeschichte im Vergleich zum Ursprung der Hunde vor mehr als 10 000 Jahren, schreiben die Wissenschaftler. Menschen züchteten Hunde seit etwa 2000 Jahren, und zwar die meiste Zeit mit Blick auf die Aufgaben, die sie übernehmen sollten, etwa als Hütehunde, Jagdhunde oder Wachhunde. Erst später seien Hunde nach einem körperlichen Ideal und mit der Vorstellung möglichst reiner Linien gezüchtet worden. Den dabei entstandenen Rassen werden bis heute Verhaltensweisen zugeschrieben, die auch auf ihre ehemaligen Einsatzgebiete zurückgeführt werden.

Großangelegte Studie

Ob das so stimmt, prüften die Forscher nun an einer großangelegten Studie. Sie sammelten Angaben von 18 385 Hundebesitzern zum Wesen und Verhalten ihrer reinrassigen und gemischtrassigen Gefährten. Zudem analysierten sie die genetischen Daten von insgesamt 2155 Hunden und verknüpften sie mit den berichteten Verhaltensweisen der Hunde. (dpa/dm)

Immer informiert via Messenger
Wie sicher fühlt ihr euch in eurer Wohngegend?
1496 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger