Viele Gespräche haben die Sozialarbeiterin Marisa Schwarz sowie die Sozialpädagogin und zugleich pädagogische Leitung des AWO Kreisverbandes Rotenburg/Wümme, Claudia Michaelis (nicht im Bild), mit dem heute 19-Jährigen über die Straftaten, die er begangen hat, geführt.

Viele Gespräche haben die Sozialarbeiterin Marisa Schwarz sowie die Sozialpädagogin und zugleich pädagogische Leitung des AWO Kreisverbandes Rotenburg/Wümme, Claudia Michaelis (nicht im Bild), mit dem heute 19-Jährigen über die Straftaten, die er begangen hat, geführt.

Foto: Stange

Zeven

19-Jähriger aus dem Kreis Rotenburg erzählt: Von einer Straftat zur nächsten

Von Sophie Stange
2. Mai 2018 // 15:15

Einbrüche, Internetbetrug, Verfolgungsjagd mit der Polizei, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichen-Diebstahl, Körperverletzung und Schulschwänzen: Das ist keine bloße Auflistung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, sondern spiegelt das Leben eines damals 15- beziehungsweise 16-jährigen Schülers aus dem Landkreis Rotenburg wider. 

Auf "falsche Ideen" gekommen

In der achten Klasse ändert sich sein Leben, als sich seine Eltern trennen. Er fängt an, Drogen zu nehmen. So ist er, wie der heute 19-Jährige sagt, „auf falsche Ideen gekommen“ und durch „falsche Kontakte“ immer häufiger in Straftaten verwickelt gewesen.

Smartphones "verkauft"

Mehrmals habe er als 15-Jähriger über das Internet Smartphones angeboten, die er selbst jedoch nicht besessen hat. Das Geld kassierte er ein. Ein Käufer erstattete Anzeige bei der Polizei, die den damaligen Schüler schnell ermitteln konnten.

AWO kümmert sich um straffällige Jugendliche

Der Fall landete beim Jugendstrafgericht. Er wurde zu 20 Sozialstunden, einer Geldstrafe in Höhe des verursachten Schadens und Betreuungsweisungen verurteilt. Letzteres bedeutet, dass sich ein Sozialarbeiter oder -pädagoge der AWO des Kreisverbandes Rotenburg/Wümme über einen längeren Zeitraum, um den jugendlichen Straftäter kümmert.

"Mittlerweile bin ich zufrieden"

Den Drogen hat er mittlerweile abgeschworen, wie er sagt. Auch zu einigen seiner Bekanntschaften hat er keinen Kontakt mehr. Seine Antriebsfeder bei den Straftaten war das Gefühl, schnell an viel Geld zu kommen. „Mittlerweile bin ich mit meinem Leben zufrieden. Zwischendurch kommt es nur immer mal wieder hoch, wenn etwas kaputt geht, oder mich jemand provoziert.“

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