Uwe Hellmers (rechts) aus Klein Ippensen präsentiert Bauer Willi einen Billig-Angebote-Prospekt.

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Foto: Millert

Zeven

"Bauer Willi" zieht in Selsingen vor Landwirten kräftig vom Leder

Von Joachim Schnepel
2. Februar 2018 // 18:27

Kein Blatt nahm Dr. Kremer-Schillings, alias „Bauer Willi“, in seinem Vortrag bei der Mitgliederversammlung des Maschinenrings Zeven in Selsingen vor den Mund. Er sprach über das Bild der Landwirte in der Öffentlichkeit und daraus resultierende Missverständnisse.

Landwirte werden nur kritisiert

Die Landwirte sehen sich als Lebensmittelproduzenten für alle. Sie machen Umwelt- und Naturschutz, kümmern sich um Tiere, sind fleißig, arbeiten viel und tragen unternehmerisches Risiko, das von vielen Vorschriften eingeengt wird.

Man wird nicht verstanden

Man werde nicht verstanden, nur kritisiert: Massentierhaltung, Schweineschwänze abschneiden, Ferkel kastrieren, Schnäbel kürzen und Turbo-Kühe züchten. Das Fazit sei, dass seit Jahren über die Landwirtschaft negativ berichtet werde.

Nur Idylle, Natur und Brauchtum?

Die Mitbürger denken, dass Bauerntum Idylle, Natur und Brauchtum sei. Hier dürfe man nicht eingreifen, aber die Bauern machten alles kaputt.

Das Dilemma der Essensmacher

Es sei das Dilemma der Essensmacher. Selbst- und Fremdbild passten nicht zusammen, weil man über Jahrzehnte vergessen habe, die Mitbürger auf dem Weg von der Idylle zur Agrarfabrik mitzunehmen.

Mehr Öffentlichkeitsarbeit

Die Bauern müssten mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben, damit sich die Einstellung der Bürger zu ihrer Arbeit ändere. Nachbarn, Kindergärten und Schulen müssten zu Hofführungen eingeladen werden. Journalisten einfach mal bei der Rüben-, Mais- oder Kartoffelernte auf den Acker zu bekommen, das wäre dann die Königsdisziplin.

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