Das Foto zeigt einen sieben Wochen alten Fötus in einer Fruchtblase. Die Zahl der Abtreibungen ist im Jahr 2017 (101.209 Abbrüche) gegenüber dem Vorjahr (98.721 Abbrüche) in Deutschland um zweieinhalb Prozent gestiegen, im Vergleich zu den Jahren 2005 oder 2010 sind die Zahlen rückläufig.

Das Foto zeigt einen sieben Wochen alten Fötus in einer Fruchtblase. Die Zahl der Abtreibungen ist im Jahr 2017 (101.209 Abbrüche) gegenüber dem Vorjahr (98.721 Abbrüche) in Deutschland um zweieinhalb Prozent gestiegen, im Vergleich zu den Jahren 2005 oder 2010 sind die Zahlen rückläufig.

Foto: Endig/dpa

Zeven

Beratung im Landkreis Rotenburg: Entscheidung für oder gegen Leben

Von Sophie Stange
26. April 2018 // 17:15

Manchmal fließen viele Tränen, manchmal sind die Frauen aber auch gefasst, weil sie ihre Entscheidung schon längst gefällt haben, sagt Dr. Iris Hering. Die Ärztin arbeitet für das Gesundheitsamt des Landkreises Rotenburg und ist dort in der Schwangerschaftskonfliktberatung tätig. 

Abbruch grundsätzlich rechtswidrig

Ein Schwangerschaftsabbruch ist nach dem Strafgesetzbuch grundsätzlich rechtswidrig – es sei denn die Schwangerschaft gefährde das Leben der werdenden Mutter oder die Frau wurde missbraucht. Ein Abbruch aus anderen Gründen kann jedoch nach bestimmten Voraussetzungen straffrei sein.

Termin bei Beratungsstelle notwendig

Dazu gehört unter anderem ein Termin bei einer staatlich anerkannten Beratungsstelle die dazu berechtigt ist, nach dem Gespräch einen Beratungsschein auszustellen. Zudem dürfen nicht mehr als zwölf Wochen seit der Befruchtung vergangen sein, wenn eine Abtreibung durchgeführt werden soll.

50 Gespräche pro Jahr

Etwa 50 Gespräche werden insgesamt in den drei Beratungsstellen des Landkreises Rotenburg in Bremervörde, Zeven und Rotenburg pro Jahr geführt. Die Frauen sind im Durchschnitt 18 bis 34 Jahre alt. Bei der Beratung ist Dr. Iris Hering eines besonders wichtig: „Wir wollen die Frauen nicht irgendwie beeinflussen – weder moralisch noch sonst wie. Wir wollen sie nur begleiten und ihnen ein Hilfsangebot geben.“

Lösungen werden gesucht

Ein Gespräch dauert etwa eine Stunde und ist ergebnisoffen.  So wird beispielsweise die Lebenssituation der Frau betrachtet, nach Lösungsmöglichkeiten für Probleme gesucht und über Hilfsangebote informiert. Beratungen bieten auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die evangelische Lebensberatungsstelle oder Pro Familia an.

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