Der Hauptangeklagte nimmt einen Polizisten in den "Schwitzkasten". Laut dem Anwalt zeigt das nur einen Teil der Auseinandersetzung. Er zieht sowohl die Aussagen von Polizisten als auch die der Zeitungsredakteure in Zweifel.

Der Hauptangeklagte nimmt einen Polizisten in den "Schwitzkasten". Laut dem Anwalt zeigt das nur einen Teil der Auseinandersetzung. Er zieht sowohl die Aussagen von Polizisten als auch die der Zeitungsredakteure in Zweifel.

Foto: Bick

Zeven

Bremervörder "Gafferprozess": Anwalt wittert Verschwörung

Von nord24
20. September 2018 // 18:50

Von den Aussagen zweier Zeitungsredakteure erhoffte sich der Verteidiger eine Entlastung seiner Mandaten im Bremervörder "Gafferprozess". Es kam anders.

Schwerer Vorwurf gegen Polizisten

Die Aussage der beiden Redakteure werde bestätigen, dass die Polizisten seinen Mandanten ohne ersichtlichen Grund zu Boden gebracht und mit Fäusten auf ihn eingeschlagen hätten, hatte der Anwalt im Berufungsverfahren vor der 8. Kleinen Jugendkammer des Landgericht Stade angekündigt.

Vorfall am Rande eines tödlichen Unfalls

Im Kern geht es um ein Foto, das einer der Journalisten im Juli 2015 am Rande eines tödlichen Unfall in einer Bremervörde Eisdiele aufgenommen hatte. Es zeigt den 22-jährigen Hauptangeklagten, der einen Polizisten in den "Schwitzkasten" genommen hat. Die Polizei hatte zuvor einen Platzverweis gegen ihn ausgesprochen.

Haftstrafe gegen Hauptangeklagten

Das Amtsgericht Bremervörde hatte den vorbestraften jungen Mann zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt, sein ebenfalls an dem Vorfall beteiligter Bruder kam mit einer Geldstrafe davon.

Schwerer Vorwurf gegen Journalisten

Nachdem die Redakteure die Behauptung des Anwalts nicht bestätigen konnten, zog er deren Aussagen in Zweifel und warf die Frage auf, ob Fotos manipuliert worden sein könnten. Die Journalisten weisen Manipulationen entschieden zurück. Der Prozess wird fortgesetzt.

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