Die rund 100 Schüler des St.-Viti-Gymnasiums hingen an den Lippen von Thomas von Grumbkow (rechts), der ihnen 90 Minuten aus seinem Leben erzählte. Im Mittelpunkt stand die gescheiterte Flucht aus der DDR 1981.

Die rund 100 Schüler des St.-Viti-Gymnasiums hingen an den Lippen von Thomas von Grumbkow (rechts), der ihnen 90 Minuten aus seinem Leben erzählte. Im Mittelpunkt stand die gescheiterte Flucht aus der DDR 1981.

Foto: Foto: Kratzmann

Zeven

Der Fluchtversuch aus der DDR kostet ihn das rechte Bein

Von thorsten.kratzmann
16. Dezember 2019 // 15:15

Thomas von Grumbkow hat sein rechtes Bein verloren, weil er aus der DDR zu fliehen versuchte. Als Zeitzeuge erzählt er Zevener Gymnasiasten aus seinem Leben.

Erinnerung ist Zukunft

Der 59-jährige gebürtige Leipziger hat wegen versuchter Republikflucht in DDR-Haft gesessen, sich der kirchlichen Friedensbewegung angeschlossen und ist 1984 in den Westen gelangt. Als Zeitzeuge reist er durchs Land, um Schülern aus seinem Leben in der DDR und seine Fluchtgeschichte zu erzählen. „Erinnerung ist Zukunft“ heißt das Projekt, für das ihn die Deutsche Gesellschaft, die erste nach dem Mauerfall gegründete gesamtdeutsche Bürgervereinigung, engagiert hat.

Sehnsucht nach Freiheit

Thomas von Grumbkow hatte sich mit 14 Jahren dem Trampen verschrieben, um die Welt zu erkunden. Er habe sich abgrenzen wollen und sei stets allein auf Tour gegangen, erzählt er in Zeven. Nach wenigen Jahren war er an die Mauern des Ostblocks gelangt. „Doch das war mir nicht genug. Ich wollte weiter.“ Diese Sehnsucht trieb ihn an die bulgarisch-türkische Grenze. Dort wollte er den Eisernen Vorhang überwinden. Das ging schief. Soldaten schossen ihm ins Bein und griffen ihn auf.
Was Thomas von Grumbkow erlebt hat, lest ihr am Dienstag in der ZEVENER ZEITUNG.

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