Udo Grönboldt, Leiter des Sittenser Waldbades, weiß, dass vor zehn Jahren deutlich mehr Kinder am Schwimmkurs teilgenommen haben. Die Zahl nimmt ab und so können immer mehr Kinder nicht schwimmen.

Udo Grönboldt, Leiter des Sittenser Waldbades, weiß, dass vor zehn Jahren deutlich mehr Kinder am Schwimmkurs teilgenommen haben. Die Zahl nimmt ab und so können immer mehr Kinder nicht schwimmen.

Foto: Harder-von Fintel

Zeven

Deutlich mehr Nichtschwimmer

Von Kathrin Harder-von Fintel
31. Juli 2020 // 13:51

In diesem Jahr wird kaum ein Kind das Schwimmen im Freibad lernen können, coronabedingt fallen Schwimmkurse aus.

Schwimmkurse wichtig

Jüngste Meldungen von Badeunfällen mit Toten zeigen aber, wie wichtig Schwimmkurse sind. Dass viele Kinder nicht schwimmen können, liegt allerdings nicht nur an Corona. Die Kursteilnehmerzahl hat mit den Jahren deutlich abgenommen, erzählt Udo Grönboldt, Leiter des Sittenser Waldbades. Gründe dafür sind im Ganztag in Schule und Kindergarten, aber auch im Elternhaus zu finden. Die Folge: mehr Nichtschwimmer. Der Deutsche Schwimmlehrerverband rechnet in diesem Jahr mit deutlich mehr Badetoten. Vorsitzender Alexander Gallitz hatte bereits im April aufgrund der damaligen Schließung der Bäder darauf hingewiesen, dass der Sommer als Begleiterscheinung der Coronamaßnahmen und dem dadurch häufigeren Besuch von Wildgewässern mehr Badeunfälle und Badetote als üblich mit sich bringen kann.

Keine Vorbereitung

Schätzungsweise sei mit einer Erhöhung der Zahlen von bis zu 20 Prozent zu rechnen, teilte Gallitz mit. Durch die Schließung der Hallenbäder konnten sich die Bürger nicht wie sonst auf die Badesaison vorbereiten und gehen somit ungeübt an Badeseen, Flüsse und die Küste. Gefährlich wird es auch deshalb, weil es dort meistens keine Badeaufsicht wie in den Schwimmbädern gibt, schildert der Verband die Situation. Es mangelt aber nicht nur an einer guten Vorbereitung, sondern auch am Schwimmen selbst.

Was Udo Grönboldt noch erzählt, lest ihr am Sonnabend in der ZEVENER ZEITUNG

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