Ganz in seinem Element: Michael Püschel bei der Reparatur eines alten Radios.

Ganz in seinem Element: Michael Püschel bei der Reparatur eines alten Radios.

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Zeven

Dieser Mann aus Bötersen hat ein ungewöhnliches Hobby

Von thorsten.kratzmann
24. Juli 2017 // 18:57

Michael Püschel aus Bötersen hat ein ungewöhnliches Hobby: Er hat eine Vorliebe für alte Radios und repariert sie. 

"Wie ein kleiner Konzertsaal"

Wer das Haus von Michael Püschel und Silvia Krusch betritt, dem fallen bei der modernen Einrichtung sofort Relikte längst vergangener Tage ins Auge: Ein Fernseher aus den 50er Jahren, eine Stand-Musikbox und mehrere große Radios. „Die Radios von damals haben einen super Klang – wie ein kleiner Konzertsaal, das schafft heute keine Stereoanlage“, schwärmt Püschel. Diesen Radios hat er sich verschrieben.

Alles selber beigebracht

Der 56-Jährige ist seit seiner Kindheit ein Fan der Technik, die nicht selten älter ist als er selbst. „Als kleiner Butscher habe ich auf dem Sperrmüll solche Geräte gefunden“, erzählt Püschel. Einige konnte er reparieren. Das Lesen von Fachbüchern und die Montage von Bausätzen waren da sehr hilfreich. Und er hatte das Glück, einem Profi bei der Reparatur von Radios und Fernsehern oft über die Schulter schauen zu können. Im Laufe der Jahre erweitere er sein Know-how.

Püschel hilft beim Bremer Rundfunkmuseum

Seit Anfang des Jahrtausends ist beim Bremer Rundfunkmuseum aktiv. „Ich nehme reparaturbedürftige Geräte mit nach Hause und setze sie instand“, sagt der 56-Jährige. Er weiß, dass es immer weniger Leute mit den historischen Geräten umgehen können.

Generalüberholung ist lebenswichtig

Dabei könne eine Generalüberholung lebenswichtig sein – nicht nur für die Radios. „Es ist brandgefährlich, denn viele Bauteile müssen unbedingt ausgewechselt werden“, bekräftigt der Hobby-Radiotechniker. Dazu gehören die Kondensatoren. Sie können austrocknen. Nach einer Generalüberholung läuft ein altes Radio die nächsten 40 Jahre, verspricht Püschel.

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