Helga Grimm, vorn, war ein Flüchtlingsmädchen, Anneliese Meinke, – im Gespräch mit Brigitte Kammigan-Brandt – eine Bauerntochter.

Helga Grimm, vorn, war ein Flüchtlingsmädchen, Anneliese Meinke, – im Gespräch mit Brigitte Kammigan-Brandt – eine Bauerntochter.

Foto: Holsten

Zeven

Flüchtling und Bauerntochter berichten in der Offenser Erzähldiele

Von Andreas Kurth
9. Mai 2019 // 15:15

Zwei Frauen aus Zeven, deren Herkunft und Lebensläufe unterschiedlicher kaum sein könnten, haben in der Offenser Erzähldiele von ihren Kinderjahren gegen Kriegsende erzählt.

Älteste von vier Bauernkindern

Helga Grimm kam als jüngstes von sieben Kindern als Flüchtling nach Zeven und lebte 13 Jahre lang in einem Barackenlager am Ortsausgang. Anneliese Meinke, geborene Eckhoff aus Heeslingen, war das älteste von vier Bauernkindern, ihr Elternhaus mitten im Dorf verfügte bereits in ihren Kinderjahren über Zentralheizung.

Ein Schlafzimmer in der Bretterbude

Helgas Vater war Schneidermeister, hielt die Familie mit Auftragsarbeiten über Wasser. Das Lager bestand aus Bretterbuden, im Winter eiskalt, die Familie hatte ein Schlafzimmer. Auf dem Küchentisch saß der Vater und nähte, die andere Hälfte blieb den Kindern für ihre Hausaufgaben.

Kriegsgefangene saßen mit am Küchentisch

Eckhoffs Küchentisch wurde mit den Kriegsgefangenen geteilt, obwohl das verboten war. Zu einem Belgier und einem Franzosen hielt die Familie lebenslang Kontakt. Der Franzose fragte in seinem ersten Brief 1948, ob die Eckhoffs genug zu essen hätten. Anneliese heiratete auf den Meinke-Hof nach Zeven.

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