Natascha Bernhardt aus Gyhum-Hesedorf kommuniziert täglich mit ihren Tieren, wie sie sagt. Schon als Kind hatte sie eine starke Bindung zu Hunden und Pferden.

Natascha Bernhardt aus Gyhum-Hesedorf kommuniziert täglich mit ihren Tieren, wie sie sagt. Schon als Kind hatte sie eine starke Bindung zu Hunden und Pferden.

Foto: Stange

Zeven

Gyhum-Hesedorf: Sie kennt die Gedanken ihrer Tiere

Von Sophie Stange
7. Februar 2018 // 15:15

Tiere können „sprechen“, ohne zu sprechen. Sie können ihre Gedanken auf einen Menschen übertragen und sich mitteilen. Da ist sich Natascha Bernhardt aus Gyhum-Hesedorf sicher. Die 47-Jährige hat sich 2012 mit ihrer Firma „Kaitiaki“ selbstständig gemacht. Als Reiki-Meisterin, Reiki-Lehrerin und Tierenergetikerin spürt sie nebenberuflich Disharmonien bei Hunden, Katzen oder Pferden auf.

Sie löst sich von ihren Gedanken

Wenn Natascha Bernhard mit Tieren kommuniziert, dann befreit sie sich zuerst von ihren Gedanken. „Ich versuche mir im Kopf einen leeren Raum zu schaffen. Dann stelle ich mir eine weiße Wand vor und unten ist so ein kleines Loch und alle Gedanken, die kommen, wie zum Beispiel ich muss noch den Garten machen oder dies oder das, versuche ich in das Loch zuschicken“, sagt die 47-Jährige.

Kontakt aufnehmen

Anschließend nimmt sie mit dem Hund, der Katze oder dem Pferd Kontakt auf, indem sie das Tier mit dem Namen anspricht und fragt, ob es bereit ist, mit ihr zu sprechen. „In dem Moment kommen mir dann Gedanken in den Kopf, wie beispielsweise: Mein Futter schmeckt mir nicht“, sagt die Tierenergetikerin. Dann frage sie den Besitzer, ob das Tier in der letzten Zeit sein Futter eher schlecht als recht angerührt habe und kann so Rückschlüsse auf das Verhalten ziehen.

Menschen sind oft sehr emotional

„Nicht alle Tiere sind bereit zu kommunizieren, die meisten aber schon. Es ist wichtig, dass man achtsam ist, vor allem auch mit dem Menschen“, sagt sie. Denn die Besitzer kommen oft zur ihr, wenn die Behandlung beim Tierarzt an die Grenzen gestoßen ist.  „Sie sehen mich häufig als letzte Rettung an. Ich weise dann immer daraufhin, dass ich nicht schulmedizinisch und tiermedizinisch ausgebildet bin“, sagt sie.

Vielfältiges Angebot

Ihr Angebot ist vielfältig: Es reicht von Akupressur über Reiki bis hin zur Sterbebegleitung. Im Gespräch betont Bernhardt immer wieder, dass die Anwendungen unterstützend wirken sollen. Ob ein Tier überdreht ist oder ihm etwas weh tue, hänge oftmals – nicht immer – auch mit dem Menschen zusammen, sagt die Tierenergetikerin. „Wenn ein Mensch hektisch rumläuft, dann kann sich das auch auf das Tier übertragen. Der Mensch muss dann an sich arbeiten“, sagt sie.

Die Suche nach der warmen Stelle

Reiki kommt ursprünglich aus Japan und bedeutet so viel wie „universelle Lebensenergie“. Der Körper ist dabei in sieben so genannte Chakren, also Energienzentren, eingeteilt. Reiki kann nicht nur beim Tier, sondern auch beim Menschen bei Schmerzen, Verspannungen oder zur Stärkung in Stresssituationen angewendet werden.  Nach und nach werden mit den Händen dann die einzelnen Chakren am Körper abgegangen. Wenn es an der Hand plötzlich warm wird, dann ist die Störung, also die Disharmonie, im Körper des Tieres gefunden.

Sterbebegleitung beim Tier

Wenn jedoch die Zeit gekommen ist, vom Tier Abschied zu nehmen, dann bietet Natascha Bernhardt ebenfalls ihre Hilfe an. Auf die Idee gekommen, eine Sterbebegleitung beim Tier anzubieten, ist sie durch ihr Pony Domino. Das Pferd lebte zwölf Jahre bei ihr und war bereits krank, als es zu ihr kam. Aus eigenen Erfahrungen weiß sie, wie es sich anfühlt, wenn ein Tier stirbt.

Seelentröster für den Menschen

„Ich werde meist angerufen, wenn der Tierarzt kommt“, sagt sie. Als Seelentröster für den Menschen fungiert Bernhardt dann, sie beruhigt das Tier und den Besitzer, erklärt, was passiert und hilft, die Trauer auszudrücken.

Immer informiert via Messenger
Soll es Freiheiten für Geimpfte geben?
379 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger