Über Hesedorf braut sich etwas zusammen. Der Planungsausschuss des Kreistags gab grünes Licht für den Vorrangstandort Windenergienutzung am Glindbusch.

Über Hesedorf braut sich etwas zusammen. Der Planungsausschuss des Kreistags gab grünes Licht für den Vorrangstandort Windenergienutzung am Glindbusch.

Foto: Foto: Scheschonka

Zeven

Hesedorf: Keine Störche mehr da - jetzt sollen Windräder kommen

Von thorsten.kratzmann
19. September 2018 // 18:03

Weil der Schwarzstorch seit 2007 nicht mehr in der Nähe von Hesedorf bei Gyhum gebrütet hat, soll dort ein Gebiet ausgewiesen werden, das für die Aufstellung von Windrädern eignet.

Widerstand im Dorf

Im Entwurf des Regionalen Raumordnungs-Programms (RROP) für den Landkreis Rotenburg wird westlich von Hesedorf im Dreieck zwischen Autobahn 1, Bahntrasse Bremervörde-Rotenburg und Naturschutzgebiet Glindbusch südlich der Autobahn 1 eine Vorrangfläche für Windenergienutzung ausgewiesen. Das ruft in Hesedorf Widerstand hervor, liegt doch westlich des Dorfes schon der Windpark Elsdorf, der im aktuellen Entwurf des RROP erweitert wird.

Bundeswehr verhindert mögliche Windparks

Die Hesedorfer fühlen sich umzingelt, denn südlich des Dorfes verläuft die Stromtrasse von Stade nach Landesbergen und eine der möglichen Trassen für die Suedlink-Starkstromtrasse führt auch in der Nähe an Hesedorf vorbei. Die Hubschrauberpiloten der Heeresflieger aus Celle fliegen nicht über Hesedorf. Die Bundeswehr hatte dafür gesorgt, dass die möglichen Windparkflächen in Groß Meckelsen bei Sittensen sowie Fintel, Ahausen und Wittorf bei Rotenburg gestrichen wurden. Dort verlaufen die Tiefflugkorridore der Piloten.  

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