Ein Wildschwein döst in der Sonne. Mit dieser Ruhe soll es wegen der Gefahr der Afrikanischen Schweinepest bald vorbei sein, wenn die Jäger ihre Bemühungen zur Reduzierung des Schwarzwildbestands deutlich intensivieren. Bachen mit Nachwuchs werden weiterhin geschont, ansonsten ist die Schonzeit für erwachsene Wildschweine aufgehoben worden.

Ein Wildschwein döst in der Sonne. Mit dieser Ruhe soll es wegen der Gefahr der Afrikanischen Schweinepest bald vorbei sein, wenn die Jäger ihre Bemühungen zur Reduzierung des Schwarzwildbestands deutlich intensivieren. Bachen mit Nachwuchs werden weiterhin geschont, ansonsten ist die Schonzeit für erwachsene Wildschweine aufgehoben worden.

Foto: Zucchi/dpa

Zeven

In Zeven und Umgebung werden schon mehr Wildschweine geschossen

Von Andreas Kurth
5. Februar 2018 // 16:15

Der mögliche Ausbruch der Afrikanische Schweinepest hat Bauern und Jäger in Aufregung versetzt. Einige Waidmänner sind schon präventiv dazu übergegangen, die Jagd auf die Schwarzkittel zu intensivieren. Ob die Abschusszahlen noch deutlich gesteigert werden können, ist allerdings ungewiss.

Schwarzwild-Strecke wurde bereits verdoppelt

"In unserem Revier Rhadereistedt haben wir im aktuellen Jagdjahr die Schwarzwild-Strecke bereits verdoppelt", berichtet Mitpächter Hans-Jürgen Meyer. 20 Sauen wurden "auf die Decke" gelegt. Keine im Einzel-Ansitz, sondern alle bei Gemeinschaftsjagden, die überwiegend über die Reviergrenzen hinweg organisiert wurden.

Zusammenarbeit mit Nachbarn klappt

"Das funktioniert vor allem durch die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarn", berichtet Mitpächter Marco Mohrmann. Dabei gebe es keinen Unterschied zwischen staatlichen und privaten Revieren. "Die Verdopplung der Strecke ist nicht selbstverständlich, und wir wissen auch nicht, ob das im neuen Jagdjahr wieder so funktioniert", gibt Meyer zu bedenken.

Gute Direktvermarktung aufgebaut

Wichtig ist den beiden Jägern, dass die Pest-Erkrankung nicht mit dem Lebensmittel Wildschwein-Fleisch in Verbindung gebracht wird. "Für die Verbraucher besteht kein Anlass zur Sorge", so Marco Mohrmann. "Wir haben uns über die Jahre ein gute Direktvermarktung aufgebaut, und das wollen wir so lange wie möglich aufrechterhalten. Von den 20 geschossenen Wildschweinen ist nicht eines in den Wildhandel gegangen, sondern alle an private Kunden."

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