Vermehren sich enorm: Nutria. Die einst wegen ihres Fells auch in Deutschland gehaltenen Tiere werden mancherorts inzwischen als Plage wahrgenommen. Ursprünglich kommen die Nager aus Südamerika.

Vermehren sich enorm: Nutria. Die einst wegen ihres Fells auch in Deutschland gehaltenen Tiere werden mancherorts inzwischen als Plage wahrgenommen. Ursprünglich kommen die Nager aus Südamerika.

Foto: Arnold/dpa

Zeven

Kreis Rotenburg will Nutria und Co. an den Kragen

Von nord24
8. Dezember 2019 // 15:15

Mit Fallen wollen die Jäger im Landkreis Rotenburg nicht heimischen Tieren wie Nutria und Waschbär nachstellen. Der Landkreis unterstützt das.

Kaum natürliche Feinde

Nach den Beobachtungen der Jäger breiten sich die invasiven Arten inzwischen auch im Kreis Rotenburg aus. Das Problem: Sie haben kaum natürliche Feinde und insbesondere die Nutria vermehren sich stark. Im ungünstigsten Fall können räuberische Arten wie Marderhund, amerikanischer Nerz und auch Waschbär dazu beitragen, dass heimische Arten wie Waldschnepfe, Kiebitz und Rebhuhn ganz aus dem Kreisgebiet verschwinden. Die sehr buddelfreudigen Nutrias destabilisieren zudem Deiche und unterhöhlen Felder.

"Wehret den Anfängen"

Nach der Devise "Wehret den Anfängen" wollen die Jäger handeln, bevor die Bestände zu groß werden. Mit Fallen wollen sie den Tieren nachstellen. Dabei können sie mit Unterstützung des Landkreises rechnen. Der soll laut Empfehlung des Umweltausschusses Geld für den Kauf von Fallen und Fallenmeldern zuschießen. Davon würden sehr viele gebraucht. Es gab indes auch kritische Stimmen mit Blick auf eine solch flächendeckende Bejagung und den Hinweis, dass der Lebensraumverlust das Hauptproblem für heimische Arten darstelle.

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