Schilder an der Einfahrt zur Poststraße in Tarmstedt verweisen auf diverse Läden. Zuletzt musste der Ort ein paar Rückschläge für den Einzelhandel verkraften.

Schilder an der Einfahrt zur Poststraße in Tarmstedt verweisen auf diverse Läden. Zuletzt musste der Ort ein paar Rückschläge für den Einzelhandel verkraften.

Foto: Albers

Zeven

Läden in Tarmstedt schließen: Nur zufällige Häufung?

Von Bert Albers
30. Januar 2019 // 17:15

Läden schließen, eine Gaststätte ebenfalls und das Melkhus ist auch Geschichte. Schlechte Nachrichten aus Tarmstedt haben manchen Bürger erschreckt. Doch aus Sicht der Gemeindeoberen sind sie kein Grund zur Sorge.

Landesweites Phänomen

„Die Häufung ist zufällig, Tarmstedt hat kein Problem“, sagt Gemeindedirektor Frank Holle. Gleichzeitig spricht er von einem landesweiten Phänomen: Geschäftsinhaber finden keine Nachfolger. Das liege aber nicht daran, dass der Standort nicht attraktiv sei.

Übernahme per Pacht zu teuer

In der Regel würden die Geschäfte in Häusern betrieben, die den Inhabern gehören. Eine Übernahme rechne sich oft nur für Angehörige. Für Außenstehende, die Pacht zahlen müssen, lohne sie nicht. In nicht ferner Zukunft würden mutmaßlich weitere Geschäfte schließen.

Konsumverhalten hinterfragen

„Den Branchenmix, den wir bisher hatten, wird es irgendwann nicht mehr geben“, sagt Holle. Wer das beklage oder kritisiere, der müsse mit Blick auf den Onlinehandel sein eigenes Konsumverhalten hinterfragen.
Warum der Gemeindedirektor und der Bürgermeister trotz der Schließungen nicht mit Leerständen in Tarmstedt rechnen, steht am Donnerstag in der ZEVENER ZEITUNG.

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