Wo die Zwischenfrucht ausreichend gedüngt ist, wächst sie hinter dem Haus von Klaus-Gerd Albers prächtig. So soll es sein, denn wohlgenährte und kräftige Pflanzen verringern das Aufkommen von Unkraut und damit den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Wo die Zwischenfrucht ausreichend gedüngt ist, wächst sie hinter dem Haus von Klaus-Gerd Albers prächtig. So soll es sein, denn wohlgenährte und kräftige Pflanzen verringern das Aufkommen von Unkraut und damit den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Foto: Kratzmann

Zeven

Landwirte sehen sich zu unrecht am Pranger

Von thorsten.kratzmann
10. November 2019 // 15:15

Auf den Höfen regiert der Frust. Landwirte fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt und in Haft genommen.

Agrarpaket ist "purer Aktionismus"

Klaus-Gerd Albers hat am Dienstag vor drei Wochen am Steuer seines Treckers gesessen und demonstriert. Der Landwirt in Sellhorn zwischen Zeven und Sittensen hat sich in die Phalanx derer eingereiht, die das vom Bundeskabinett gebilligte Agrarpaket ablehnen. Die drohende neuerliche Verschärfung der Düngeverordnung hat ihn bewogen, seinen Protest auf die Straße zu tragen. „Purer Aktionismus“, urteilt Albers.

Bauern begehren gegen Düngebeschränkungen auf

Von „Öko-Ideologen“ sehen sich Bauern zu Unrecht verunglimpft, von Politikern in Hannover und Berlin fühlen sie sich allein gelassen, von Medien mit einseitiger Berichterstattung vorgeführt. „Wir Landwirte werden pauschal in Haft genommen“, klagt auch Klaus-Gerd Albers. Insbesondere die drohenden Einschränkungen beim Ausbringen von Gülle und Gärresten, mit dem Ziel, Grundwasser vor Nitrateinträgen zu schützen, bringt Bauern in Rage. Auch Schweinemäster und Ackerbauer Albers ist der felsenfesten Überzeugung: „Es sind nicht immer nur die Landwirte verantwortlich. Man hat den Eindruck, es wird mit zweierlei Maß gemessen.“  

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