Der Landkreis Rotenburg will gegen das schlechte Handynetz in der Region vorgehen.

Der Landkreis Rotenburg will gegen das schlechte Handynetz in der Region vorgehen.

Foto: Symbolfoto: Kjer/dpa

Zeven

Miserables Handynetz: Landkreis Rotenburg will Anbietern Druck machen

Von Bert Albers
3. Oktober 2017 // 15:15

Funklöcher, in denen man nicht mit dem Handy telefonieren kann, gibt's überall. Im ländlichen Raum sowieso. Der Landkreis Rotenburg will jetzt genau wissen, wo sie sind. Nur so könne man bei den Anbietern Druck machen.

Die Netzbetreiber scheinen die Funklöcher zu ignorieren

Im Landkreis Rotenburg sind die Funklöcher ein zunehmendes Ärgernis. In Dörfern wie Breddorf etwa, hat man fast nirgendwo Empfang. Und die Netzbetreiber scheinen das Problem zu ignorieren.

Gemeinsam sind die Landkreise stärker

Deshalb haben sich jetzt viele norddeutsche Landkreise zusammengetan. Sie alle sammeln Infos über die schlechte Abdeckung. Damit wollen sie dann die Handynetzanbieter konfrontieren. Die vereinten Kräfte verbessern die Verhandlungsposition, glaubt man in Rotenburg.

Noch hoffen die Politiker auf ein Einsehen

Die Hoffnung: Die Betreiber erkennen, dass die Lage schlechter ist als von ihnen gedacht. Das könnte zu einem freiwilligen Netzausbau führen.

Die Firmen könnten gezwungen werden

Klappt das nicht, ist Zwang denkbar. Per Gesetz könnten die Mobilfunkunternehmen dazu verdonnert werden, die Versorgung zu verbessern. Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist eine Förderung. Heißt: Es gibt Steuermittel für neue Antennen.

Gemeinden sollen die nötigen Informationen liefern

Bis überhaupt etwas passiert, wird es aber noch dauern. Denn erst einmal müssen die Gemeinden Angaben zu den Funklöchern vorlegen. Bis daraus Konsequenzen folgen, gehen sicher noch Jahre ins Land.

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