Die Kohle hätte Zeven fast zu einer Hafenstadt gemacht.

Die Kohle hätte Zeven fast zu einer Hafenstadt gemacht.

Foto: Colourbox

Zeven

Mit dem Kohle-Kahn von Zeven nach Hamburg

Von Thorsten Kratzmann
7. April 2020 // 10:10

Schüler, die im Geschichtsunterricht die Zeit zwischen der deutschen Reichsgründung und dem Beginn des Ersten Weltkriegs behandeln, kommen alsbald auf die englische Kohle zu sprechen. Die hatte vor fast 100 Jahren Auswirkungen auf ein Verkehrsprojekt, das Zeven einen Hafen beschert hätte, wenn es Realität geworden wäre.

Ohne Kohle kein Stahl

Die industrielle Aufholjagd des Deutschen Reiches in der Phase von 1871 bis 1914 beruht auf dem Import englischer Kohle und der rasanten Steigerung des Fördervolumens deutscher Stein- und Braunkohle. Ohne Kohle kein Stahl, ohne Stahl keine Maschinen und Fabriken – mithin keine industrielle Fertigung von Gütern. Nach der Kapitulation des Kaiserreichs und dem wirtschaftlichen Niedergang war es wiederum die Kohle, die die Voraussetzung für wirtschaftliche Genesung darstellte.

Zeven vor 100 Jahren fast Hafenstadt

Heute bereitet die englische Kohle Mittelstufenschülern Kopfzerbrechen – vor 100 Jahren waren es die Beamten des Reichsverkehrs- und des Wirtschaftsministeriums, die ihre Gedanken um den Bodenschatz der britischen Insel kreisen ließen. Nachdem sich der Rauch über ihren Köpfen verzogen hatte, griffen die Experten in den Ministerien den verwegenen Plan von Wasserbaudirektor Plate auf. Der hatte seine Vision von einer Wasserstraße, die das Ruhrgebiet mit Hamburg verbindet, zu Papier gebracht: den Hansa-Kanal.


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