Eine einheitliche Telefonnummer stellt sicher, dass die niedergelassenen Ärzte überall erreichbar sind, wenn sie Bereitschaftsdienst leisten.

Eine einheitliche Telefonnummer stellt sicher, dass die niedergelassenen Ärzte überall erreichbar sind, wenn sie Bereitschaftsdienst leisten.

Foto: Patrick Pleul dpa

Zeven

Niedergelassene Ärzte wollen keinen Notdienst an einem MVZ in Zeven leisten

Von thorsten.kratzmann
3. Juni 2018 // 16:15

„Der Notdienst funktioniert wie er ist.“ Das stellt der Tarmstedter Allgemeinmediziner Dr. Florian Steiner fest. Er und seine Kollegen versehen ihre Bereitschaftsdienste in ihren Praxen. Und daran wird sich nichts ändern.

Konzept des Landkreises sieht zentrale Praxis vor

Als der Kreistag im April mit Mehrheit der Schließung des Zevener Martin-Luther-Krankenhauses (MLK) zum Ende des Jahres seinen Segen gab, verabschiedeten Politiker zugleich ein Konzept, mit dessen Umsetzung die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in der Mitte des Landkreises sicher gestellt werden soll.

Bevölkerung soll nur eine Anlaufstelle haben

Inhalt des Konzeptes war es, den Notdienst der niedergelassenen Ärzte an das MVZ zu verlegen. Dahinter stand die Idee, der Bevölkerung in den Samtgemeinden Sittensen, Selsingen, Zeven und Tarmstedt eine zentrale Anlaufstelle zu bieten, wenn sie außerhalb der Sprechstunden medizinischer Hilfe bedürfen und kein lebensbedrohlicher Notfall vorliegt.

Ärzte sehen bessere medizinische Versorgung in ihren Praxen

Daraus wird nichts. Die zwischen Sittensen und Tarmstedt niedergelassenen Ärzte wollen vielmehr daran festhalten, die wechselnden Notdienste in ihren Praxen zu versehen.  Dort sei eine bessere medizinische Versorgung gewährleistet als in einer zentralen Bereitschaftsdienstpraxis.

Immer informiert via Messenger
Würdest du dir die Haare selbst schneiden?
497 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger